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Die sieben besten Tipps: So unterscheiden Sie gute von schlechten Beratern


(gruendungszuschuss.de) Guter Rat ist wertvoll – und häufig gar nicht leicht zu bekommen, denn: Viele Gründer und Selbständige erhalten in Coachings und Beratungen oft nicht die Leistung, die ihnen zusteht.

Vor allem wenn sie aufgrund einer Beratungs-Förderung nur zehn, 30 oder 50 Prozent der Honorare selbst tragen, geschieht es, dass Berater ihnen keine 100-prozentige Leistung gewähren und sie mit einem abgespeckten Angebot abspeisen. Ob sie einen guten oder schlechten Berater haben, ist für Gründer oft schwer zu erkennen, schließlich ist es meist ihre erste Beratung, es fehlt der Vergleich, sie geben sich daher allzu schnell zufrieden. Dabei ist gute Beratung gerade für Gründer und kleine Unternehmen von großem Wert.

Gruendungszuschuss.de gibt sieben Tipps, wie sie diese Hilfe in Anspruch nehmen, ohne über den Tisch gezogen zu werden:

a) Kostenloses Erstgespräch: Ja, aber es sollte nicht lange dauern. Bedenken Sie: Nur Berater mit geringer Auslastung und Anfänger haben es nötig, lange Vorgespräche zu führen. Viele "alte Hasen" haben die Erfahrung gemacht, dass ein Vorgespräch, das mehr als 20 bis 30 Minuten dauert, die Wahrscheinlichkeit eines Auftrags kaum erhöht. Sie bieten deshalb ein Kennenlernen, aber keine kostenlose Beratungsstunde an. Vorteil: Sie halten sich nicht lange mit Vorgesprächen auf, sondern machen sich schnell an die Lösung von Problemen.

b) Kundenfreundliche Nutzung von Förderprogrammen. Es gibt Berater, die ihren Kunden den vollen Preis berechnen – obwohl bei Gründern und Selbständigen fast immer 50 bis 90 Prozent der Beratungskosten gefördert werden können. Der Grund: Viele Berater kennen sich mit den Förderprogrammen nicht gut genug aus. Und selbst wo eine Förderung beantragt wird, kann diese mehr oder weniger kundenfreundlich gestaltet werden, zum Beispiel bieten manche Berater an, dass der Kunde für den Wert der Förderung nicht in Vorkasse gehen muss.

c) Keine leeren Versprechungen. Nicht wenige Berater ködern Kunden, indem sie wertvolle Kontakte aus ihrem eigenen Netzwerk oder leichten Zugang zu Krediten, Venture Capital, Business Angels etc. in Aussicht stellen. Fordern Sie entsprechende Zusagen und Kontakte frühzeitig ein, möglichst bevor Sie etwas unterschreiben. Werden die vollmundigen Versprechen nicht schon am Anfang eingelöst, passiert das aller Wahrscheinlichkeit nach nie.

d) Professionelle Organisation. Die meisten geförderten Beratungen haben einen Umfang von 30 bis 60 Beratungsstunden. Erfahrene Berater stellen durch gute Projektplanung sicher, dass die in diesem Zeitraum bearbeiten Themen optimal zu den Bedürfnissen des Gründers passen. Oft ist es nützlich, ein Beraternetzwerk zu wählen und mehrere Berater aus verschiedenen Bereichen in das Coaching einzubeziehen, damit sie ganz unterschiedliche Themen angehen können, die Sie als Unternehmer beschäftigen. Außerdem erhalten Sie Feedback und Handlungsempfehlungen aus unterschiedlichen Perspektiven.

e) Die Beratung ist Ihre Zeit. Sagen Sie dem Coach, wenn er Zeit für Themen aufwendet, die Sie nicht interessieren. Manche Berater neigen dazu, immer wieder Geschichten von tollen Kontakten oder aus dem Privatleben zu erzählen. Wenn diese nicht weiterhelfen, stoppen Sie Ihr Gegenüber. Wenn es nicht auf Ihre Wünsche eingeht, ist es vielleicht Zeit für einen Beraterwechsel.

f) Bezahlen Sie nur tatsächlich erbrachte Leistung. 1.500 Euro pauschal für einen Businessplan, 2.000 Euro für eine Marktanalyse… Bezahlten Sie solche Leistungen nur, wenn Sie diese explizit in Auftrag gegeben haben. Manche Berater machen sich die Arbeit leicht, ändern einige Details an einem bestehenden Dokument – und verkaufen es Ihnen für einen überhöhten Pauschalpreis als neu. Einige Stunden Vor- und Nachbereitung zu berechnen sind okay – aber der Großteil einer Beratung erfolgt in der Regel persönlich mit dem Kunden.

g) Nutzen Sie eine Qualitätssicherungsinstanz. Es gibt verschiedene Anbieter, die Kunden akquirieren und an Berater weitergeben. Dabei finden sich unterschiedliche Geschäftsmodelle: Einige locken Kunden mit auf den ersten Blick attraktiven kostenlosen Angeboten. Das Ergebnis erweist sich allerdings schnell als Massenware und somit von sehr begrenztem Nutzen. Die Kontaktdaten der Kunden werden von den Anbietern anschließend an Berater meistbietend verkauft. Diesen Beratern steht der Kunde dann alleine gegenüber.

Andere Anbieter wie grundungszuschuss.de bleiben auch während und nach der Beratung Ihr Ansprechpartner. Falls es zu Unstimmigkeiten mit einem von uns empfohlenen Berater kommt, schlichten wir und lassen Sie nicht alleine. Wir kennen jeden empfohlenen Berater persönlich – oft seit vielen Jahren – und sind in engem fachlichem Austausch, so dass die Berater immer auf dem neuesten Stand des Wissens sind.

Wenn Sie von einer geförderten Beratung "mit Netz und doppeltem Boden" profitieren möchten, wenden Sie sich an uns: http://www.gruendungszuschuss.de/rueckruf

Verfasst von gruendungszuschuss.de-Redaktion am 11.04.2012 11:53
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=15&showblog=3206

Kommentare

Vielen Dank für den guten Artikel! Dazu empfehle ich noch einen Blick in die heute erschienene Beilage "Wirtschaft" vom Kölner Stadt-Anzeiger mit einem Interview mit dem Titel "Den Treffer landen - Ein Karrierecoach kann dabei helfen, den Traumjob zu finden - und diesen dann auch zu behalten".

Verfasst von Sibylle Kaminski am 26.04.2012 12:19


Ja, guter Beitrag! Denn auch die mir zugetragenen Erfahrungen von Gründern zeigen, dass hier all zu oft Beratung a la Grundschema erfolgt oder auch aktuelle Gegebenheiten aus der Praxis leider oft unzureichend einbezogen werden. Der Anspruch eines Gründers oder auch Gründungswilligen sollte es sein, dass die Unterstützung durch den Gründercoach klar auf seine individuelle Anforderung hin erfolgt. Gerade in Folge der erschwerten Umstände bei den Arbeitsagenturen (Thema "Gründungszuschuss") sind hier die Gründercoaches gefordert, eine gezielte Unterstützung zu geben. Gründer sollten hier die Möglichkeiten (auch etwa im Rahmen der Existenzgründungsberatung) bei potenziellen Berater konkret hinterfragen und dann auch einfordern. Stets sollte sich der Kern um die Gründerpersönlichkeit und "seiner" Gründungsidee als Ziel drehen...

Verfasst von Frank Marggraf, Existenzgründercoach, Berlin am 27.04.2012 12:26


Und dann kommt hinzu, dass man als Berater/Coach nur so gut sein kann, wie der Mandant. Eine recht guter Anzahl von Mandanten ist definitiv nicht in der Lage, die Selbstädigkeit auch zu leben. Einige meine Mandanten haben definitiv nicht mitgearbeitet. Das führte sogar soweit, dass Termine innerhalb meines Netzwerkes von den Mandanten einfach nicht wahrgenommen wurden und KollegenInnen Termine unnütz bereitgestellt hatten.
Es liegt also nicht nur allein an den Coaches, sondern auch zu einem Gutteil an den Mandanten. Außerdem gibt es innerhalb meines Netzwerkes eine recht hohe Anzahl an weiblichen Gründern, welche mittendrin aufhören. Leider!

Verfasst von Magnus A. Kremser am 30.04.2012 09:09

Antwort:

Ich halte nichts davon, die Kunden zu beschimpfen. Sicherlich gibt es auch Kunden, die nicht aktiv genug mitarbeiten, es sich anders überlegen usw. Aber: Wenn ein Gründer während des Gründungsprozesses erkennt, dass die Selbständigkeit doch nicht der richtige Weg für ihn oder sie ist, ist das doch auch ein wichtiges Ergebnis. Das kommt bei uns zwar sehr selten vor, aber ich halte es für absolut legitim, sich so zu entscheiden.

Beste Grüße Andreas Lutz

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