Das erste Kapitel

"Gründungszuschuss und Einstiegsgeld": Leseprobe

Wirksames Instrument gegen Arbeitslosigkeit

Erst die Ergebnisse einer gemeinsamen Studie der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, die Anfang 2006 veröffentlicht wurde, führte allmählich dazu, dass die Gründungsförderung in der Öffentlichkeit wieder positiver gesehen wurde. Die Institute kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass Ich-AG und Überbrückungsgeld zu den wirksamsten Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik zählen. Die große Mehrheit der geförderten Gründer blieb hauptberuflich selbständig; von denen, die aufgeben mussten, fand die Mehrheit wieder eine sozialversicherungspflichtige Anstellung. Es wurde deutlich, dass die Gründungsförderung wie eine gigantische Qualifizierungsinitiative wirkt: Arbeitslose beginnen, unternehmerisch zu denken, sich neue, vermarktbare Fähigkeiten beizubringen und vielfältige Kontakte zu knüpfen. Selbst wenn die Gründung scheitert, hat sich die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt sehr stark erhöht.

Lassen Sie sich also von der wechselhaften Stimmung in der Politik und den Medien nicht verunsichern: Mit sorgfältiger Vorbereitung und einem gut durchdachten Businessplan haben Sie sowohl als Gründungszuschuss- als auch Einstiegsgeld-Gründer gute Erfolgschancen. Machen Sie Ihren Vorbereitungsaufwand nicht davon abhängig, welche Fördervariante möglich ist. Denn jeder steht vor denselben Fragen, wenn er ein Unternehmen gründen und einen Businessplan dafür erstellen will: Gibt es einen Markt für meine Leistung? Wie gewinne ich die ersten Kunden? Werden meine finanziellen Reserven ausreichen, um die Anfangszeit sicher zu überstehen? Unabhängig davon, welche Förderung Sie anstreben, müssen Sie auf all diese Fragen Ihre eigenen, ganz persönlichen Antworten finden. Das vorliegende Buch hilft Ihnen dabei.

 

 

Abbildung: Anteil geförderter Gründungen an allen Gründungen in den alten und neuen Bundesländern (Quellen: Bundesagentur für Arbeit; Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM); eigene Berechnungen)

 

Kleine Gründungen sind die Regel, nicht die Ausnahme

Leider werden kleine Existenzgründungen in großen Teilen der Gründerliteratur noch immer stiefmütterlich behandelt, als ginge es dabei um exotische Ausnahmen. Dabei dominieren sie längst das Gründungsgeschehen. Der Anteil der von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Existenzgründungen an der Gesamtzahl neu gegründeter Unternehmen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Es gibt unterschiedliche Definitionen und damit Aussagen zur Gesamtzahl der Gründungen in Deutschland. Je nach Abgrenzung des Gründerbegriffs geschehen die Hälfte bis zwei Drittel aller Gründungen mithilfe von Geld, das die Arbeitsagentur zahlt.

In einigen Branchen spielt die Förderung durch die Arbeitsagenturen sogar noch eine größere Rolle. So dürften mehr als zwei Drittel aller Gründungen von Freiberuflern gefördert sein. Insofern stellt es einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar, den Gründungszuschuss nicht in Anspruch zu nehmen. Prüfen Sie deshalb als Gründungswilliger – auch wenn Sie aktuell weder arbeitslos sind, noch Ihnen eine Kündigung droht – mithilfe dieses Buches, ob auch Ihnen Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit zustehen. Ihre Chancen sind besser, als Sie vielleicht denken.

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