Blog: News & Tipps

Gründungszuschuss

Wichtige rechtliche Änderungen, Tipps zu Steuer und Sozialversicherung, Ideen für mehr Erfolg vor und nach der Gründung - in unserem News-Blog berichten wir ganz aktuell. 

Gründungszuschuss: Die Strategie der Arbeitsagenturen nimmt Gestalt an


Für den Gründungszuschuss steht dieses Jahr „nur noch“ eine Milliarde Euro (nach 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr) zur Verfügung. Nach welchen Kriterien werden die Arbeitsagenturen die Förderung künftig vergeben? Wer gehört zu den Glücklichen, die bis zu 15.000 Euro Förderung erhalten?

Das Problem: Die Berater bei den Arbeitsagenturen wissen offenbar selbst nicht so genau, nach welchen Kriterien sie das entscheiden und rechtssicher begründen sollen. Der Gesetzgeber hat gegenüber den bereits seit 2006 bestehenden Auswahlkriterien keine zusätzlichen vorgegeben. Die Bundesagentur für Arbeit hat in ihren Geschäftsanweisungen (GA) zwar eine ganze Reihe von „Folterinstrumenten“ und potenziellen Ablehnungsgründen formuliert, die wir bereits letzten Monat erläutert haben. Es bleibt aber vage, wie sie genau anzuwenden sind.

Der Werkzeugkasten ist sogar noch ausgebaut worden: In der Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit zum Inkrafttreten der Kürzungen fand sich der in diesem Zusammenhang erstaunliche Hinweis: „Zur Klärung der Eignung stehen auch die Fachdienste (Psychologischer Dienst, Ärztlicher Dienst) zur Verfügung“. Tatsächlich bieten die in jeder Arbeitsagentur vorhandenen Psychologen eine ganze Reihe von Angeboten zur „Feststellung der Gründungseignung“ an – von Einzelgesprächen (drei Termine zu je 50 Minuten) bis hin zum standardisierten Deutschtest. Allerdings sagen die Psychologen ausdrücklich, dass Beratungen nur dann sinnvoll sind, wenn der Gründungswillige noch nicht ganz sicher ist, ob er sich selbständig machen will oder nicht. Bestimmte Verfahren wie Assessment Center oder die Feststellung der Leistungsorientierung dürfen ohnehin nur mit Einwilligung des potenziellen Gründers durchgeführt werden. Eine Weigerung darf nicht sanktioniert werden. Keinesfalls wird der Psychologe dem Berater die Entscheidung über die Gründungseignung abnehmen: Er liefert nur Einzelaussagen zu Aspekten wie Berufserfahrung, gesundheitliche Eignung, Problemlösungsfähigkeit, Organisationstalent usw. Die Entscheidung fällen und begründen muss letztlich der Arbeitsberater.

Auch das im oben verlinkten Beitrag erwähnte Formular „Begründung für die Förderung“, anhand dessen die Eigenleistungsfähigkeit festgestellt werden soll, ist nicht wirklich hilfreich. Es enthält nur eine einzige Frage: „Erläutern Sie bitte, inwieweit die Sicherung Ihres Lebensunterhaltes und die soziale Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung nur durch die Gewährung eines Gründungszuschusses gewährleistet werden kann.“ Die Agenturmitarbeiter können diesen Fragebogen einsetzen, haben aber keinerlei Vorgabe dazu erhalten, wie die Antwort zu interpretieren ist und was konkret eine ausreichende Eigenleistungsfähigkeit begründet.

Allen diesen Instrumenten ist gemeinsam, dass sie letztlich nicht klar definiert sind und im Widerspruchs- oder Sozialgerichtsverfahren häufig keinen Bestand haben werden. Der Arbeitsagenturberater muss viel Arbeit investieren, denn er ist verpflichtet, die Ablehnung detailliert und konkret zu begründen. Das wird ihm bei einem gut vorbereiteten und von einem erfahrenen Unternehmensberater unterstützten Gründer schwerfallen.

Also wählen die Agenturberater einen anderen Weg: Sie versuchen zu verhindern, dass überhaupt Anträge gestellt werden. Dabei entwickeln sie große Kreativität. Sie behaupten, die Mittel für 2012 seien bereits bis April vergeben, der Bewerber sei zu gering oder zu hoch qualifiziert, er übe einen Beruf aus, für den gute Vermittlungsaussichten bestehen (selbst wenn noch kein einziger Vermittlungsvorschlag vorgelegt wurde) usw. Häufig widersprechen sich die Argumente: Der eine Berater sagt, gefördert würden vorzugsweise Gründungen im Handwerk. Der andere schließt Handwerker von der Förderung grundsätzlich aus.

Die „Strategie“ der Arbeitsagenturen in der Praxis ist also, möglichst viele Gründungswillige davon abzuhalten, überhaupt einen Antrag zu stellen. Denn dann müssen die Berater keine Entscheidung fällen, für die es momentan noch keine wirklich klaren Grundlagen gibt und die für den Berater in jedem Fall zu langen Diskussionen, unangenehmen Konfliktsituationen und schwer zu formulierenden Begründungen führen. Auch können so Widerspruchsverfahren und Klagen vor dem Sozialgericht verhindert werden, mit denen sonst in großer Zahl zu rechnen ist.

Es ist gar nicht so leicht für Gründer, sich von dieser Blockadehaltung der Agenturmitarbeiter nicht entmutigen zu lassen und in einer solchen Situation die richtigen Argumente zu finden. Denn einerseits sollten Sie es nicht zu einem offenen Konflikt kommen lassen (dann sitzt der Agenturmitarbeiter „am längeren Hebel“), andererseits dürfen Sie aber auch nicht zu nachgiebig sein, da sonst die Weichen in eine falsche Richtung gestellt werden.

Kommen Sie deshalb so früh wie möglich zu uns. Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung und unseren Informationsvorsprung in Bezug auf das Entscheidungsverhalten der Arbeitsagenturen. Wir sagen Ihnen ganz konkret, wie gut Ihre Chancen auf den Gründungszuschuss sind und wie Sie sie deutlich erhöhen können. Ihre Aussichten sind sehr viel besser, als Sie vielleicht denken.

Bitte wählen Sie je nach zeitlicher Verfügbarkeit und räumlicher Nähe eines der folgenden preisgünstigen Angebote:

* Basis-Workshop (79 Euro für ganzen Tag mit besonders erfahrenen Existenzgründungsberatern)

* Einzelberatung / Fachkundige Stellungnahme (79 Euro)

* Telefonische Beratung durch besonders erfahrene Existenzgründungsberater (45 Euro)

Verfasst von gruendungszuschuss.de-Redaktion am 11.01.2012 14:57
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=52&showblog=3157

Kommentare

Hallo Herr K.,
wenn ich mir die Berichte der "Kollegen" so durchlese, komme ich zu dem Schluß, dass man den Antrag lieber nicht stellt und seine Gründung im "Stillen" vorbereitet, oder?
l.G. Sonja

Verfasst von Löhnert am 04.10.2014 08:39

Antwort:

Hallo Sonja,


der Artikel oben ist schon wieder einige Jahre alt. Inzwischen hat sich die Lage entspannt.

Tipp: Melden Sie sich für unser kostenloses Gründungszuschuss-Webinar an: http://www.gruendungszuschuss.de/gruendungsfoerderung/gruendungszuschuss-webinar.html


Dort erfahren Sie von uns den aktuellen Stand der Vergabepraxis und viele Tipps zur Vorgehensweise. Wer es richtig angeht, hat inzwischen wieder sehe gute Chancen auf den Gründungszuschuss.

Nehmen Sie aber möglichst frühzeitig an dem Webinar teil, um von Vornherein Fehler zu vermeiden.

Beste Grüße
Andreas Lutz

 

 


Hallo,
ich habe mich auf Anraten meines Sachbearbeiters zum 1. Mai 2014 selbstständig gemacht. Mir persönlich lag viel daran, mich in der Kunstbranche (Illustrator) auf eigene Beinen zu stellen und weiß um deren Risiko. Ich stellte also fristgerecht zum 1. April 2014 den Antrag und reichte hierzu sämtliche UNterlagen ein. Seither hörte ich nichts mehr vom AA. Weder eine Absage noch eine Zusage fand sich in meinem Briefkasten. BIs vor wenigen Tagen eine Einladung zu einem Gruppengespräch bezüglich meiner baldigen Hartz 4 Einstufung bei mir eintraf. Verwundert setzte ich mich mit inzwischen fünf Abteilungen des AA inn Verbrindung, um zuerfahren was aus meinem Antrag zum Gründerzuschuß wurde. Allerdings erhielt ich bis jetzt von niemanden der AA eine Antwort. Telefonieren sehe ich als "umsonst" an, denn erzählen kann man ja bekanntlich viel. Also schrieb ich die nötigen Stellen per mail an.
Wie gesagt: keine Antwort.
Meine Selbstständigkeit werde ich auf keinen Fall mehr aufgeben, da ich inzwischen zu viel Zeit und Geld investiert habe.INzwischen steht jedoch meine Existens massiv auf wackeligen Beinen und kann auch nicht mit Hartz 4 gesichert werden.
Ich habe also die Tage meine Anwältig eingeschaltet die Sache zu klären und eventuell eine Entschädigung für das eventuelle Verschlampen meines Antrags einzufordern.
Welche Mögliuchkeiten gibt es noch? Vielleicht haben Sie einen Rat.

Freundlichst
D. Glemser

Verfasst von Dorothhee Glemser am 20.06.2014 09:30


Hallo,
laut meinen Berater könnte meinen Antrag auf Gründungszuschuss wegen Eigenleistungsfähigkeit abgelehnt werden (Abfindung). Kann ich was dagegen tun? Könnten bestimmten Aussagen in meinen Antrag dazu helfen oder im Gegensatz schaden?
Vielen Dank!

Verfasst von Daniela am 24.09.2013 12:21

Antwort:

Guten Tag,

ja sicher - in welchem Licht Sie die Fakten darstellen kann darüber entscheiden, ob Sie den Gründungszuschuss erhalten oder nicht. Genau aus diesem Grund bieten wir unsere Antragsberatung an, in deren Rahmen wir Sie unkompliziert und kostengünstig dabei unterstützen: bit.ly/1c3NoQr.

Die Investion lohnt sich, da Sie damit wesentlich bessere Aussichten auf die Förderung haben!

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Guten Tag,
hat man ein Anrecht auf den Gründungszuschuss, wenn man 50% einer bestehenden Firma erwirbt und damit Selbstständig wird?
Und können Sie mir dabei beratend zur Seite stehen?

Verfasst von Manuel Ambrosch am 05.08.2013 12:50

Antwort:

Einen Rechtsanspruch auf Gründungszuschuss gibt es ja seit Ende 2011 nicht mehr, von daher kann die Arbeitagentur den Gründungszuschuss bewilligen, muss es aber nicht.

Grundsätzlich gilt eine Beteiligung von > 100 Prozent die Voraussetzungen für eine selbständige Tätigkeit (bei entsprechender Gestaltung des Gesellschaftsvertrags reicht auch eine geringere Beteiligung).

Im Rahmen unserer telefonischen Antragsberatung schildern Sie uns die genauen Umstände und wir geben Ihnen eine Einschätzung wie groß die Chancen sind, sie können zwischen 15 und nahe 100 Prozent variieren.

Außerdem geben wir Ihnen Tipps zur weiteren Vorgehensweise, die in jedem Fall Ihre Chancen auf den Zuschuss erheblich erhöhen und verhindern, dass Sie häufige Fehler machen.


Hallo,

bin gelernter Mediengestalter für Digital- und Printmedien und seit Jahren passionierter Fotograf mit Spezialisierung auf Portraits- und Beautyaufnahmen. Zum 1.6.2013 bin ich nun arbeitssuchend, da ich bei meiner letzten Firma wegen Umstrukturierung entlassen wurde.

Nun möchte ich den Schritt wagen und als Fotograf selbstständig durchstarten. Kenntnisse sind vorhanden und werden durch zahlreiche Workshops stetig erweitert.

Bei der Arbeitsagentur für Arbeit wurde mein Anliegen auf Existenzgründerzuschuss von vorherein abgeschmettert, ich sollte erst keinen Antrag stellen da die Zuschüsse zu 95% nicht mehr gewährt werden (lt. Berater)

Kann ich mit Ihrer Hilfe doch noch auf Existenzgründerzuschuss hoffen?

Freundliche Grüße

Verfasst von Fotograf aus Stuttgart am 28.05.2013 10:17

Antwort:

Guten Tag,

offizielle Zahlen gibt es leider nicht; wir gehen jedoch davon aus, dass rund 50% der Anträge bewilligt werden - auf jeden Fall wesentlich mehr als 5%. Bei unseren Kunden liegt die Quote noch wesentlich höher!

Über bit.ly/Xs53bb können Sie Kontakt zu unserem Beratungspartner in Ihrer Region aufnehmen.

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Hallo,
ich bin schon seit 2007 Selbständig und habe auch mein Gründungszuschuss bekommen.Ich ziehe jetzt von Rheinlandpfalz nach Sachsen(Plauen) und muss komplett neue Kunden finden. Bekomme ich durch den Wechsel erneut Unterstützung oder muss ich einen allein Start gegen?

Verfasst von Martina Zimmermann am 22.05.2013 17:09


Hallo liebes Beratungsteam,
leider bin ich seit 01.01.13 arbeitslos.
Ich bin ausgebildeter Kaufmann f. Versicherung und Finanzen und wurde danach leider befristet angestellt.
Nun hatte ich meinen Vermittlungstermin im A-Amt und der 2 Satz lautete: "Falls Sie vorhaben sich in Ihrer Branche Selbstständig zu machen, kann ich Ihnen sagen, dass es dafür seit einem Jahr keine Förderung mehr gibt, da es in Ihrer Branche genügend Vermittlungsmöglichkeiten gibt und wenn es Bundesweit ist!"
Nun ist mein Plan mich als unabhängiger Versicherungsmakler selbstständig zu machen(Voraussetzungen dafür sind erfüllt) und da wäre es ja sehr ungünstig ohne Zuschuss.
Was ist nun? Ist dies die o.g. Taktik der Agentur f. Arbeit? Kann ich trotzdem einen Antrag stellen? Wie gehe ich das Theme mit meiner Vermittlerin an?
Vielen Dank im voraus.

Tim B.

Verfasst von Tim B. am 15.01.2013 15:26

Antwort:

Guten Tag,


Ihr Bericht ist recht typisch und wir empfehlen deshalb dringend, schon vor dem ersten Gespräch mit der Agentur einen Termin mit einem Berater aus unserem bundesweiten Netzwerk aufzunehmen (http://bit.ly/Xs53bb), um eine erfolgversprechende Vorgehensweise abzustimmen. Der Berater kann dann später auch als fachkunge Stelle die Tragfähigkeit Ihres Gründungsvorhabens bescheinigen.

Auch Ihnen würde ich noch den Gang zum Berater empfehlen. Er kann Ihre Fragen indivduell beantworten und Ihnen helfen, den Gründungszuschuss auch tatsächlich zu bekommen!

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Hallo,

ich bin gerade dabei den Antrag auf Gründungszuschuss auszufüllen und weiß nicht was ich auf den Punkt: "Erläutern Sie bitte, inwieweit die Sicherung Ihres Lebensunterhalts und die soziale Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung nur durch die Gewährung eines Gründungszuschusses gewährleistet werden kann." schreiben kann und sollte.

Könnten Sie mir dabei ein paar Tipps geben?

Vielen Dank und viele Grüße!

Verfasst von Daniela R. am 20.11.2012 10:25

Antwort:

Ohne Ihre genaue Situation zu kennen, kann ich Ihnen leider kaum hilfreiche Tipps geben. Am besten ist, wenn Sie Ihre fachkundige Stelle zu Rate ziehen. Falls Sie noch keine gewählt haben, können Sie unserem Empfehlungsservice unter bit.ly/Xs53bb nutzen.

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Sehr geehrtes Beratungsteam,

ich habe 1988 eine Berufsausbildung als Krankenschwester abgeschlossen und seit 2002 als medizinische Dokumentationsassistentin gearbeitet. Leider bin ich im Herbst 2011 arbeitslos geworden. Wegen einer chronischen Hauterkrankung darf ich nicht mehr in meinem erlernten Beruf arbeiten und wollte mich als freiberufliche medizinische Dokumentarin selbständig machen. Der Bedarf in dieser Branche ist in Sachsen und den angrenzenden Bundesländern hoch und ich sehe gute Chancen, so wieder arbeiten zu können und damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Durch die Agentur für Arbeit Leipzig habe ich im Juni 2012 endlich die Teilnahme an einem zweiwöchigen Existenzgründerkurs bewilligt bekommen. Den Kurs habe ich erfolgreich am Freitag, dem 29.06.2012 beendet. Den vollständigen Antrag auf Gründerzuschuss habe ich fristgemäß am darauffolgenden Montag, dem 02.07.2012 bei der Agentur für Arbeit in Leipzig eingereicht und ca. 6 Wochen später kommentarlos wieder zurückgeschickt bekommen. Ich war in der Annahme, dass meine Unterlagen kopiert oder eingescannt und gespeichert wurden. Meine Arbeitsvermittlerin teilte mir telefonisch mit, dass sich die Agentur für Arbeit wegen meiner gesundheitlichen Einschränkungen (chron. Hauterkrankung) für die Bearbeitung meines Antrags nicht zuständig fühle, in solchen Fällen sei die Deutsche Rentenversicherung Bund zuständig. Zwischenzeitlich wurden durch meine Arbeitsvermittlerin die falschen Formulare statt des bereits gestellten Antrages auf Gründerzuschuss an die DRB weitergeleitet, was der DRB in Berlin erst Anfang September auffiel. Seitdem musste ich verschiedene ärztliche Gutachten beibringen (Vorstellung beim Amtsarzt und beim Psychologischen Dienst des Arbeitsamtes, sowie Befunde meines Hautarztes, meiner Hausärztin u. eine Stellungnahme eines Nervenarztes!!!(bei welchem ich mich extra deswegen vorstellen musste), obwohl ich wg. der Hauterkrankung in meinem erlernten Beruf als Krankenschwester nicht mehr tätig sein darf. Man gewinnt wirklich den Eindruck, man sei vermutlich nicht ganz richtig im Kopf, weil man unbedingt wieder arbeiten möchte! Heute wurde mir nun durch die DRB tel. mitgeteilt, dass mein Antrag auf Gründerzuschuss nicht bewilligt wird, weil ich über jahrelange Berufserfahrung als medizinische Dokumentationsassistentin verfüge, also fachlich kompetent bin. Wollte ich einen Dönerladen eröffnen, obwohl ich von Dönern keinerlei Ahnung habe, würde ich den Gründerzuschuss problemlos erhalten. Es gibt sehr wenige Stellenangebote als medizinische Dokumentationsassistentin im Anstellungsverhältnis bei Ärzten oder Kliniken, die ich in den letzten 11 Monaten ausnahmslos genutzt habe, um wieder in ein Anstellungsverhältnis zu kommen. Leider ohne Erfolg! Die Selbständigkeit war und wäre im Moment die einzige und erfolgversprechendste Möglichkeit, um am Arbeitsleben wieder teilhaben zu können. Ich erfülle alle Kriterien für den Gründerzuschuss, aber das Arbeitsamt verwehrt mir diesen, weil ich die chron. Hauterkrankung habe, und die DRB verwehrt mir diesen, weil ich fachlich kompetent bin, obwohl zur Antragsstellung u.a. dringend ein Nachweis über die fachliche Eignung beigebracht werden muss. Mein Anspruch auf Alg. I endet am 03.01.2013, einen Anspruch auf Alg. II habe ich nicht. Ich habe 3 Kinder, zwei davon studieren bereits, bekommen kein Bafög und sind auf meine finanzielle Unterstützung und die Familienversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse angewiesen.

Bitte helfen Sie mir! Ich weiß nicht mehr, was ich tun soll!

Mit freundlichen Grüßen

R. R.

Verfasst von Romy R. am 14.11.2012 13:39

Antwort:

Es tut mir Leid, dass Sie in einer so schwierigen Lage stecken. Über bit.ly/NNpM1L können Sie Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufnehmen, der viel Erfahrung mit Arbeitsrecht und insbesondere Gründungszuschuss-Fragen hat.

Er kann Ihnen sicher weiterhelfen.

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Hallo liebes Beratungsteam,
ich bin gerade dabei den Antrag auf GZ einzureichen und mein Businessplan steht bereits.
Um jedoch die 150-Tage-Frist einzuhalten muss ich den Antrag stellen, bevor ich mein Fernstudium zur Ernährungsberaterin abschließe, was im Frühjahr sein wird. Ich habe von meiner Akademie eine Qualifizierungsbescheinigung erhalten, jedoch natürlich mit der Formulierung, dass der erfolgreiche Abschluss mich dazu befähigt, den freien Beruf "Ernährungsberaterin" auszuüben.
Kann ich hier belegen, dass ich den Vorlauf von 4 Monate benötige, um Kontakte zu knüpfen, Homepage zu erstellen, Flyer zu erstellen etc.? Oder wird der Antrag von vorne rein abgelehnt aufgrund fehlender Quali bzw. Erfahrung? Ich habe BWL studiert und habe 4 Jahre Berufserfahrung, die natürlich nichts mit Ernährung zu tun haben...Allerdings beschäftige ich mich mit dem Thema "Gesunde Ernährung" seit Jahren und könnte theoretisch sofort loslegen.

Besten Dank vorab für eine Rückmeldung!
J.V.

Verfasst von julia am 07.11.2012 21:45

Antwort:

Das ist kein ganz einfacher Fall, grundsätzlich sollten Sie aber den Gründungszuschuss bekommen können - unabhängig davon, was Ihnen die Mitarbeiter der Agentur dazu sagen.

In jeden Fall sollten Sie jetzt schon eine gute fachkundige Stelle wählen (http://bit.ly/Xs53bb) und sich auf dem Weg zum Antrag begleiten lassen.

Die Förderung einer Vorbereitungsphase ist in der Tat problematisch. Sie könnten sich aber auch vorübergehend vom ALG abmelden oder aber erst einmal nebenberuflich gründen. Welches die beste Wahl ist, kann ihnen am besten ein Unternehmensberater im Einzelgespräch sagen.

Herzliche Grüße
Christian Bussler

 


Ich habe endlich bei meinem Arbeitsamt erreicht, dass ich den Antrag zum Gründungszuschuss einreichen darf. Dennoch stelle ich mich immer noch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Bin momentan aber noch in der Erstellung meines Business Plans. Jetzt macht mir das Arbeitsamt Druck, wenn ich den Businessplan mit dem Antrag nicht in einem bestimmten Zeitraum abgebe (Der Zeitraum ist viel zu knapp), habe ich micht nicht wirklich bemüht und dadurch wird der Antrag von vornerein abgelehnt.
Geht das so einfach?

Verfasst von Loreine Acs am 25.10.2012 20:01

Antwort:

Dass Sie den Antrag Einreichen "dürfen" ist keine Gnade der Agentur, sondern Ihr gutes Recht.

Ich würde Ihnen empfehlen, schon jetzt die fachkundige Stelle zu Rate zu ziehen. Diese kann beurteilen, an welchen Stellen das Drängen der Agentur berechtigt ist und wo sie über das Ziel hinausschießt. Sie können dazu gerne unseren Empfehlungsservice nutzen: bit.ly/Xs53bb


Ich habe gehört, dass die Selbstständigkeit/Arbeit in/aus der eigenen Wohnung zukünftig nicht mehr gefördert wird. Ist das richtg?

Verfasst von Markus am 07.09.2012 13:37

Antwort:

Uns ist nichts dergleichen zu Ohren gekommen.


Ja, auch ich habe mich Selbstständig gemacht und geriet in die Mühlen der AA.
Mein Vertrag lief aus und ich war die obligatorischen 24 Stunden ALG1 Empfängerin (alleine der Antrag raubte mir den letzten Nerv ...) aber am 1 Juni war es dann endlich soweit.
Ich arbeite von zuhause aus (Grafikerin) und habe auch schon einen ordentlichen Kundenstamm vorzuweisen, aber aller Anfang ist nunmal schwer. Alleine meine technische Ausstattung (PC, Software, Aufrüstung des Computers, Schreibtisch etc.pp) beläuft sich auf über 5.000 Euro die ich vorstrecken musste, dann kommt natürlich erst die Arbeit, dann die Bezahlung. Die ersten Monate waren verdammt schwer, ohne Rückhalt und nach 6 Wochen kam tatsächlich die Absage, mit der Begründung, ich würde ZU WENIG verdienen! Ich dachte wirklich, ich falle vom Stuhl.
(Ich hatte für die ersten Monate den Gründerzuschuss bereits als "Einnahme" mit berechnet, das war mein Fehler, denn ohne hätte ich mehr Ausgaben als Einnahmen gehabt). Nach einlegung des Wiederspruches, sollte ich mir jetzt noch eine Beglaubigung der IHK holen, wo ich 6 Formulare ausfüllen musste und beinahe verrückt wurde (unfassbar, was die alles wissen wollten!). Auch das ging gut, die IHK bescheinigte mir, dass ich tatsächlich weiß was ich tue und das auch kann.
Und jetzt warte ich wieder und die Schulden stapeln sich zu Berge (Mit Zinsen ...) und ich bekomme immer nur die Auskunft, das man es bearbeiten würde ... das es bis zu 6 Monaten dauern kann ...
Ich fühle mich wirklich im Stich gelassen.

Verfasst von Christina B. am 01.09.2012 23:50

Antwort:

Wir beobachten auch mich großem Bedauern, wie mit Gründern aktuell umgegangen wird.


Noch in diesem Jahr sollten die ersten Sozialgerichte über Klagen von Gründungszuschuss-Gründern entscheiden und damit wird nach und nach mehr Rechtssicherheit entstehen.


Unser Tipp: Legen Sie den Widerspruch mit Hilfe eines Anwalts ein, der schon mehrere solcher Widersprüche begleitet hat. Auf Wunsch empfehlen wir Ihnen gerne eine Kanzlei: bit.ly/NNpM1L So steigen die Erfolgsaussichten, die Kosten (270 Euro) bekommen Sie im Erfolgsfall erstattet und der Anwalt legt nach drei Monaten automatisch Untätigkeitsklage ein. Das ist immer noch eine sehr lange Wartezeit, aber kürzer als die von Ihnen erwähnten sechs Monate!


Mein Antrag wurde abgelehnt. Nun stellt sich die Frage ob ich dem Gründungstermin zum 1.8. absagen soll und Widerspruch einlegen. Ich vermute dass mein Widerspruch dann erst gar nicht bearbeitet wird.
Ohne den Zuschuss kann ich es vergessen, da fehlt einfach das Geld mir auch noch "Lohn" zu finzieren.
Was ist die sinnvolle Taktik?
Eigentlich hatte ich viel Zeit, aber der Antrag dauerte bereits 6 Wochen.

Verfasst von Oskar am 14.06.2012 14:00

Antwort:

Wenn Sie die Gründung zurückziehen, läuft der Widerspruch ins Leere. Trotzdem kann dies die richtige Strategie sein. Sie können dann den Antrag erneut zu einem späteren (spätestens fünf Monate vor Auslaufen des ALG 1 Anspruchs) Gründungszeitpunkt stellen. Ich würde den Businessplan noch mal durchsehen (lassen) und optimieren und dann mit entsprechender Begründung noch einmal einreichen.

Wer über ausreichende Rücklagen verfügt, kann die Gründung durchziehen und Widerspruch einlegen, am besten mithilfe eines erfahrenen Rechtsanwalts. Was die Agentur momentan macht, hat unserer Meinung nach mit hoher Wahrscheinlichkeit keinen Bestand.

Es sind eine Reihe von Sozialgerichtsverfahren anhängig. Mit den ersten Urteilen ist im Herbst 2012 zu rechnen. Nur wer bis dahin sein eigenes Verfahren offen gehalten hat, kann dann ggf. von einer gründerfreundlichen Rechtssprechung profitieren.

Was ich auf keinen Fall machen würde: Gründen und dann nur einige Wochen oder Monate selbständig bleiben. Im Erfolgsfall erhalten Sie den Gründungszuschuss nachträglich nur für diese Zeit. Die vorzeitige Aufgabe kann gegen die Tragfähigkeit der Gründung sprechen. Außerdem blockieren Sie damit für zwei Jahre nach Beendung der Selbständigkeit eine erneute Förderung.

Eine telefonische Kurzberatung durch einen von uns empfohlenen Gründungsberater oder auch Arbeitsrechts-Anwalt können Sie unter www.gruendungszuschuss.de/fragen anfordern.

 


Frage: Kann ich, sollte mein Antrag auf Gründungszuschuss abgelehnt werden, sofort wieder zurück zum Bezug des ALGI?

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich als freiberuflicher Journalist Selbständig machen und habe auch von fachkundiger Stelle eine positive Prüfung erhalten (alle anderen Voraussetzungen sind erfüllt). Meine Frage: Ich muss ja Begründne, warum nur mit Gründungszuschuss die Sicherung meine Lebensunterhaltes gewährleistet ist. Ich kann dies auch, weil ich in den ersten 6 Monaten nur Einelaufträge erhalte und erst auf Dauer finanziell auf eigenen Füßen stehen kann.

Im Umkehrschluss heißt dies aber, dass ich ohne Gründungszuschuss mein Geschäft nicht aufbauen kann. Kann ich, sollte mein Antrag auf Gründungszuschuss abgelehnt werden, sofort wieder zurück zum Bezug des ALGI?

Verfasst von Holger am 05.06.2012 08:04

Antwort:

Wenn der Gründungszuschuss nicht genehmigt wird, können Sie die Selbständigkeit beenden und somit wieder in den ALG1-Bezug zurückkehren. Das ist ja auch nachvollziehbar, wenn Sie - wie Sie schildern - die Anlaufkosten ohne GZ nicht decken können. Melden Sie die Gründung mit etwas zeitlichem Vorlauf an, so dass Sie die Entscheidung über den GZ möglichst früher erhalten als die Gründung. Denn von der hauptberuflichen Gründung bis zur ggf. Beendigung erhalten Sie kein Arbeitslosengeld I. Das sind aber Fragen, die eine gute fachkundige Stelle, wie wir sie empfehlen, auch mit Ihnen im persönlichen Gespräch durchgesprochen haben sollte. Das richtige Timing ist ja von erheblicher finanzieller Bedeutung für Sie als Gründer. Viel Erfolg für Ihr Vorhaben. Beste Grüße Andreas Lutz


hallo, ich bin zum 31.5.2012 gekündigt und habe jetzt dem Amt im erstgespräch dargelegt mich selbständig zu machen. bin koch und 13 Jahre Berufserfahrung. es wurde sofort gesagt, dass kein gz gezahlt wird da genug offene stellen da sind.
ich war die letzten Jahre nicht arbeitslos und habe auch keine Bezüge bekommen.
was soll ich am besten machen, um Chancen zu haben gz zu bekommen?

Verfasst von gerrit am 15.05.2012 20:38

Antwort:

Die Arbeitsagenturen versuchen mit dieser Argumentation momentan Arbeitslose von einer Antragstellung abzuhalten. Lassen Sie sich davon nicht beirren, wenn Sie selbst zum Ergebnis gekommen sind, dass die Selbständigkeit Ihnen bessere Chancen bietet als eine erneute Anstellung. Die Arbeitsagenturen sitzen momentan auf Millionenbeträgen, die für den Gründungszuschuss bestimmt sind, aber zurückgehalten werden.

Falls Sie bei der Antragstellung unsere Hilfe in Anspruch nehmen wollen, so kontaktieren Sie uns bitte zeitnah. Wir zeigen Ihnen im Rahmen unserer Antragsberatung den u.e. optimalen Weg zum Gründungszuschuss auf. Je früher Sie diese Tipps umsetzen, um so besser sind Ihre Chancen auf die Förderung.

Weitere Infos unter www.gruendungszuschuss.de/fachkundige_stellen


Hallo,
War im April bei der Argentur für Arbeit zu einem Beratungsgespräch. Auch mir wurde gesagt, dass meine Chancen gegen null seien und ich mir die Prozedur ersparen sollte. Der Grund dafür sei unter anderem das ich selbst gekündigt habe. Ich hatte zuvor mehrfach bei der Argentur für Arbeit angerufen und mir wurde versichert, dass es bis auf die Sperrzeit keine Nachteile gibt! ein anderer Grund sei, dass ich als Physiotherapeut leicht weiter vermittelbar bin.
Besteht eine Chance für den Existenzgründerzuschuss?
vielen Dank!

Verfasst von Johannes am 25.04.2012 22:16

Antwort:

Ob Sie selbst gekündigt haben oder nicht, darf aus rechtlicher Sicht keinen Einfluss auf die Entscheidung der Arbeitsagentur haben, was man Ihnen ja zunächst auch richtig gesagt hat.

Laut Arbeitsagentur bestehen momentan in allen Branchen und für Gründer jeden Alters und unabhängig von der familiären Situation überall beste Vermittlungschancen. Jeder Antrag wird angeblich abgelehnt. Lassen Sie sich davon nicht verunsichern und stellen Sie auf jeden Fall Ihren Antrag auf Gründungszuschuss. Sie würden sich sehr ärgern, wenn Ihre Kollegen, die zur selben Zeit gründen, den Zuschuss erhalten und Sie nicht.

Die tatsächlichen Chancen hängen nicht allein von der Brachensituation ab, sondern vor allem von den individuellen Umständen. Hieraus lässt sich dann die individuell richtige Argumentation ableiten.

Im Rahmen unserer Antragsberatung tun wir genau das. Außerdem geben wir viele Tipps, wie Sie sich gegenüber der Arbeitagentur am besten verhalten.


Beste Grüße

Andreas Lutz


ich bin seit 25.10.11 selbständig-eröffne eine Kita in HH. Meine Sachbearbeiterin bei AA hat mich von vorne unterstützt und fand die Idee großartig. Ich wurde als Trägerin bei der Behörde für Familie und Soziales annerkannt, fand passende Räumlichkeiten, arbeitete mit Architekten, etc. Meine Sachbearbeiterin meinte auch, dass ich jetzt endlich gründen muss, was auch geschah. In der Gewerbeanmeldung steht "vorbeireitende Tätigkeit zur Einrichtung einer Kindertagestätte". So muss sein,wurde mir beim Gewerbeamt erklärt und später, nach der Erteilung des Betriebserlaubniss, wird die Formulierung in Kindertagestätte umgewandelt. Ich reichte meine Unterlagen beim AA ein und bekam... Ablehungsbescheid (fehlende Betriebserlaubnis). Keine Kita der Welt kann sofort nach Gründung Betriebserlaubnis vorlegen. Meine Sachbearbeiterin war bei der AA nicht mehr tätig. Ich reichte Widerspruch ein. Er wurde nicht wg. des BE abgelehnt, sondern wg. Formulierung in Gewerbeanmeldung. Ich habe Klage beim Sozialgericht eingereicht. Heute bekam ich einen Brief von SZ mit der Bitte mitzuteilen, wann die Kita eröffnen wird. Habe ich noch Chancen?

Verfasst von IC am 21.03.2012 15:07

Antwort:

Da sind Sie ja in die Mühlen der Verwaltung geraten, hört sich furchtbar an. Mit Auskünften von Mitarbeitern des Gewerbeamts wäre ich generell sehr vorsichtig!

Bitte haben Sie Veständnis, dass ich ohne Kenntnis des genauen Sachverhalts keine Diagnose stellen kann, dazu müsste ich zu viele Annahmen treffen.

In dieser Phase würde ich Ihnen dringend zu einem wirklich erfahrenen Rechtsanwalt raten. Nutzen Sie bitte ggf. unser Angebot unter www.gruendungszuschuss.de/fragen.

Wer hat Sie denn bei Ihrer Gründung begleitet? Wenn wir als fachkundige Stelle agieren, prüfen wir normalerweise die Gewerbeanmeldung, um Formfehler durch eine ungeschickte Formulierung wie in Ihrem Fall auszuschließen.

Allerdings verhält es sich auch so, dass Sie früher von der Arbeitsagentur wahrscheinlich auf den Fehler aufmerksam gemacht worden wären, heute nicht mehr...


Leider kann ich viel geschriebenes nur bestätigen. Ich hatte heute - mit 165 Tagen Anspruchsdauer - mein Erstgespräch mit Anfrage der Existenzgründung. Eine klar Absage, ich bin vermittelbar und dies hat Vorrang. Antrag müsste nach der Beraterin noch durch 2 weitere Raster/Stellen und hier kann sie (die Beraterin) mir keinerlei Chancen ausrechnen. Jegliche Argumente, auch dass IHK grobes o.K. gegeben hat oder ich mit letztem Gehaltsgefüge nicht unbedingt in Kürze einen passendes Jobangebot erhalten würde, ich könnte den Antrag stellen, doch die Chancen sind minimalst.
Auf die Aussage/Konfrontatition am Ende des Gesprächs, dass genau dieser Ablauf im Netz wiedergegeben wird und dass die Zahlen mit 60-80% weniger Anträge als im Vorjahr nicht der Sinn dieses Instrumentes sind, "hierzu sagt sie nichts". Widerspruch einlegen und abwarten dass die 150 Tage nicht mehr ausreichen, es ist nur peinlich. Verdanken hat man dies aber den Schein-Selbständigen aus den vergangenen Jahren, aber die Gesetzte haben ja andere gemacht.

Verfasst von Armin G am 15.03.2012 22:02

Antwort:

Lassen Sie sich  nicht ins Bockshorn jagen. Sonst hat die Beraterin bei der Agentur ihr Ziel errreicht!

Die Arbeitsberater erzählen diese Geschichte momentan jedem Gründer - und wie Ihr Beispiel zeigt gelingt es, viele zu verunsichern und von einer Antragstellung abzuhalten!

Entgegen dieser Behauptungen erhält ein großer Teil derjenigen, die sich nicht beirren lassen, dann doch den Gründungszuschuss. Obwohl sie manchmal durchaus ordentliche Vermittlungschancen haben oder sogar aus besonders gut vermittelbaren Branchen kommen. Diejenigen, die über den Antrag entscheiden, in der Regel ganz andere als Ihre Arbeitsberaterin.

Nur wenn Sie einen Antrag stellen, können Sie - falls es tatsächlich zu einer Ablehnung kommen sollte - einen Widerspruch einlegen. Alternativ können Sie den Antrag auch zurückziehen und weiter Arbeitslosengeld I beziehen und sich nebenberuflich selbständig machen. Aber nach unserer Erfahrung gehen gut vorbereitete Gründungen in der großen Mehrzahl der Fälle auf Anhieb durch.

Es ist keineswegs so, dass die Mehrheit der Gründer, die den Gründungszuschuss nach neuem Recht bewilligt bekommen haben Sozialfälle wären oder ganz schlecht vermittelbar. Das hat unsere Befragung dieser Gründer gezeigt.

Also nicht so leicht aufgeben! Beeilen müssen Sie sich allerdings schon...


Ablehnungsbescheid erhalten, obwohl nach altem Recht gegründet!
Ich habe heute einen Ablehnungsbescheid erhalten. Ich habe am 20.12.2011 gegründet und somit noch einen Rechtsanspruch auf GZ. Ich bin Betriebswirt und Groß- und Außenhandelskaufmann mit 10 Jahren Berufserfahrung. Jetzt habe ich mich mich als Fotograf selbständig gemacht, was schon lange mein Traumberuf war und wo ich viel Erfahrung im semiprofessionellen und Hobbybereich gesammelt habe. Hier habe ich demnach nie eine Ausbildung absolviert geschweige denn in diesem Beruf gearbeitet, sondern habe mich quasi autodidaktisch selbst ausgebildet. Genau hierauf beruft sich jetzt die AA in der Begründung der Ablehnung. Den Rest des Antrages, insbesondere BP, haben sie nicht beanstandet. Auch mein Existenzgründungsberater (Kfw-akkreditiert) hat in der Tragfähigkeitsbescheinigung das Gründungsvorhaben als positiv bewertet, inkl. meiner Fähigkeiten als Fotograf. Auf Nachfrage der AA habe ich zum Antrag noch Arbeitsproben in Form von Fotoabzügen eingereicht. Können die jetzt angeben, dass meine Kenntnisse und Fähigkeiten nicht für die Ausübung des Berufes Fotograf ausreichen und deswegen den Antrag ablehnen?? An der Qualität der Bilder lag es definitiv nicht. Ich habe EXTRA noch nach altem Recht gegründet, da ich nach neuem Recht hier auch ein Problem gesehen hätte!! Nebenbei erwähnt habe ich seit dem 20.12. ja keine Leistungen mehr erhalten, so dass ich von Erpartem lebe, was noch max 1 Monat so gehen kann und mir nötige Investitionen verhindert (Fotoausrüstung) und somit auch meine Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert. Es gibt bereits einige Anfragen und Aufträge etc., die ich dann nicht ausführen könnte... Klingt das nicht stark nach Ermessensleistung der Behörde, die es doch eigentlich nach alten Recht nicht gibt? Ich weiss nicht was ich machen soll und ob Rechtsmittel Aussicht auf Erfolg haben. Fest steht, dass ich mich alternativ wieder arbeitslos melden müsste und mir die AA einen Job vermitteln müstse, was sie schon vor meiner Gründung nicht konnte. Für eine kurze Antwort wäre ich riesig dankbar.

Verfasst von Markus B. am 25.02.2012 14:49

Antwort:

Die Arbeitsagenturen haben vereinzelt schon vor dem 28.12.2011 begonnen, ihren Ermessensspielraum auszuweiten und Gründungen kritischer geprüft, also schon mal mit dem Sparen angefangen, quasi in vorauseilendem Gerhorsam.

Ich würde hier in jedem Fall Widerspuch einlegen und mich dabei von einem in diesem Bereich erfahrenen Anwalt beraten lassen. Ein von einem Anwalt formulierter Widerspruch hat deutlich bessere Erfolgschancen (Empfehlung/ Kontaktaufnahme siehe www.gruendungszuschuss.de/fragen).

Zur Rolle des Beraters: Dass ein Berater KfW-akkreditiert ist, ist per se keine Qualitätsgarantie, es kommt immer auf die individuelle Erfahrung an, über die er verfügt. Auch ist eine fachkundige Stellungnahme keine Garantie für den Gründungszuschuss, das war auch 2011 nicht der Fall. Wenn Sie Ihren Branchenwechsel aber unter "persönliche Eignung" nachvollziehbar begründet haben, stehen Ihre Chancen auf einen erfolgreichen Widerspruch sicherlich nicht schlecht. Ich drücke Ihnen auf jeden Fall die Daumen!


hallo,
es ist schon etwas erschütternd. ich war heute auch mal zur vorabberatung da.bin seit einigen wochen krankgeschrieben wegen phychischen belastungen eigentlich schon mobbing. meine ärzte
raten mir dringend den job zu wecheseln. nun trage ich mich mit dem gedanken mich unter dem dach eines großen finanzdienstleisters als handelsvertreter selbstständig zu machen.auf nachfrage nach gz wurde mir gesagt, das es keinen keinen gibt, weil ich mich ja unter einem dach selbstst. mache und mir dort alles zur verfügung gestellt wird. ich müßte es nur umsetzen und es würde kaum unternehmerisches risiko bestehen.
das risiko ist aber das geld verdienen!!! in den ersten monaten sicher etwas schwerer. ein vorwerkvertreter würde auch nichts mehr bekommen.
echt krass mit welchen argumente da gespielt wird

Verfasst von micha am 17.02.2012 10:14

Antwort:

Im Editorial des heute erscheinenden Newsletters habe ich dazu geschrieben:

"Ein großer Teil der Mitarbeiter bei den Arbeitsagenturen ist selbst nicht überzeugt von dem, was sie Ihnen erzählen, wie Aussagen von frustrierten Agenturmitarbeitern gegenüber von uns betreuten Gründern zeigen. Mitarbeiter der Agentur bestätigen im vertraulichen Gespräch auch, dass sofern es zu einer Ablehnung kommt, diese im Widerspruchsverfahren und erst Recht vor dem Sozialgericht keinen Bestand haben wird, sofern die Gründung und die Argumentation bezüglich der Vermittelbarkeit solide vorbereitet ist.

Lassen Sie sich also nicht von solchen ja ganz offensichtlich falschen Aussagen ihres Arbeitsberaters verunsichern, wonach Sie aufgrund angeblich guter Vermittelbarkeit und fehlenden Unternehmerrisikos keinen Anspruch auf GZ hätten, sondern sprechen Sie mit uns, so  erhalten Sie eine realistische Einschätzung und viele Tipps zur erfolgreichen Antragstellung."

Natürlich ist in Ihrem Fall ein Vermittlung erschwert und die Aussage, bei einer solchen Tätigkeit bestünde kein unternehmerisches Risiko ist völlig abwegig. Wer solche Aussagen macht (und vielleicht auch noch schriftlich bestätigt), wird bei der Überprüfung damit nach meiner Erfahrung mit Pauken und Trompeten scheitern.

Deshalb: Kopf hoch, sprechen Sie mit uns, erarbeiten Sie einen stichhaltigen Antrag und lassen Sie sich so etwas nicht gefallen.

Vielleicht ein Trost: Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur leiden selbst enorm darunter, dass Sie solche Dinge behaupten müssen, gegen besseres Wissen und eigene Überzeugung.


Ist folgende Strategie möglich?
-gründen
-Gründerzuschuss beantragen, hoffen, warten...
-in der Zwischenzeit (unter der Voraussetzung, dass die sonstigen Voraussetzungen gegeben sind) : aufstockendes ALG 2 bekommen???
- falls der Gründerzuschuss irgendwann bewilligt wird, wird man das ALG 2 ja zurück zahlen
- wird der Gründerzuschuss nicht gewährt, muss man so lange ALG 2 beziehen, bis der Gewinn aus der Selbstständigkeit höher ist als der ALG 2 Anspruch
Oder schließen sich Gründung und aufstockendes ALG 2 auch wieder aus? Aber auf irgendeine Basisabsicherung muss man doch Anspruch haben....(hoffendlich)!

Verfasst von Sonja am 13.02.2012 15:30

Antwort:

Ja, ist möglich als Backup-Strategie, wenn Sie auf ALG2 Anspruch haben, also keine großen Rücklagen oder sonstiges Familieneinkommen.

Sorgen Sie aber durch einen geschickt gestellten Antrag und soliden Businessplan dafür, dass Sie möglichst gleich im ersten Anlau den Gründungzuschuss erhalten. (Stichwort: Antragsberatung)

Es bringt mehr, die Energie da rein zu investieren, als in eine Backup-Strategie. Es ist aber sicher gut, eine solche zu haben.


Ich (weiblich) werde in Kürze 58 Jahre alt. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum Ende Februar gekündigt wegen Umzug nach Heirat (Fahrzeit jetzt täglich fast 4 Stunden). Ich möchte mich daher wieder selbständig machen und habe mich in meinem neuen Fachgebiet Coaching 2010 und 2011 auf eigene Kosten weitergebildet.
Der Berater in der Arbeitsagentur hat menen Businessplan gar nicht angeschaut. Nach einem kurzen Blick auf meinen Lebenslauf hat er mir erklärt, er dürfe mir keinen Zuschuss genehmigen, weil ich auf dem 1. Arbeitsmarkt noch vermittelbar sei. Nur wenn ich nicht mehr vermittelbar wäre, gäbe es eine Aussicht auf Erfolg.
Ich bin noch ziemlich dynamscih und sehe noch jung, aber wer wird mich denn mit meinen 58 Jahren noch einstellen? Das ist wohl ein übler Scherz. Muss ich beweisen, dass ich nicht mehr vermittelbar bin, bevor ich einen neuen Versuch unternehme?

Verfasst von Gründerin HS am 10.02.2012 18:02

Antwort:

Der Berater bei der Arbeitsagentur muss Ihnen das sagen, sehr häufig gegen seine innere Überzeugung und auch jahrelange Erfahrung bei der Vermittlung. Ja, zu einem gewissen Grad müssen Sie ihm beweisen, das er Unrecht hat (obwohl er das ja weiß) und ihm die offensichtlichen Widersprüche nachweisen. Nehmen Sie ihn ruhig auch beim Wort und fordern Sie ihn auf, Ihnen Stellenangebote zu nennen.

Im Rahmen unserer Antragsberatung und fachkundigen Stellungnahme http://www.gruendungszuschuss.de/index.php?id=103 erarbeiten wir (persönlich oder telefonisch) mit unseren Kunden eine individuelle Vorgehensweise, mit der in Verbindung mit einem soliden Businessplan sehr gute Chancen auf den Gründungszuschuss bestehen.

Unsere Erfahrung ist, dass die Argumentation der Arbeitsberater nicht lange haltbar ist und diese recht bald "einknicken", wenn man sie mit Tatsachen konfrontiert. Nicht selten schütten sie den Gründern dann ihr Herz aus. Man darf nicht vergessen, das das für die Arbeitsberater eine enorme psychische Belastung darstellt. Wir zeigen unseren Kunden  auch, wie man offene Konflikte vermeide. Solche zu provozieren ist nicht unser Ziel und wäre nur kontrakproduktiv.


Mein Antrag wurde bereits im Dez. mit der begründung ich habe keine schankerlaubnis für das von mir geplante Café, abgelehnt. Ich legte Widerspruch ein. Die Schankerlaubnis ist ortsgebunden das heist erst nach unterschreiben des Mietvertrags bekommt man eine solche. Sowohl den Mietvertrag als auch die Schabkerlaubnis liegt dem Arbeitsamt vor - nun wurde auch meinem Widerspruch nicht statt gegeben mit der begründung auf meiner Gewerbeanmeldung sei ja meine Haus-Adresse nicht die des Café (der Mietvertrag war zu Zeit meiner Anmeldung noch nicht unterschrieben)und der Mietvertrag beginne ja erst im März... (zwischen drin wurden ständig die Sachbearbeiter gewechselt und meine Papiere verschlampt)
Also ich werde jetzt Klage einreichen meine Frage ist ob das alles so mit rechten Dingen zugeht (die Begründungen) und wie meine Chancen stehen

Verfasst von M. am 03.02.2012 12:10

Antwort:

Das Problem ist, dass Sie Ihren Businessplan offenbar so formuliert haben, dass Sie die hauptberufliche Selbständigkeit erst mit der Schankerlaubnis beginnen können. Diese lag aber zu dem Zeitpunkt nicht vor. Sie hätten die Gründung zeitliche verschieben müssen oder den Businessplan umformulieren müssen, dann hätten Sie den Gründungszuschuss erhalten. 

Wir hätten Sie im Rahmen der fachkundigen Stellungnahme  auf diese Punkte hingewiesen und entsprechende Änderungen vorgeschlagen? Bei welcher fachkundigen Stelle waren Sie denn? IHK? Steuerberarter?

Eigentlich sollten sie gegen diese Person klagen, aber das Problem ist, dass die meisten fachkundigen Stellen anders als wir nur die Tragfähigkeit prüfen und nicht, ob der Antrag alle Voraussetzungen erfüllt, um auch wirklich durchzugehen. Deshalb wäre eine solche Klage wohl erfolglos.

Ich kann nur empfehlen, zu einem von uns empfohlenen, wirklich erfahrenen Existenzgründungsberater zu gehen, um so etwas zu verhindern. In Ihrem Fall ist es dafür leider zu spät (außer Sie könnten Ihre Gründung zurücknehmen und später wiederholen).

Wir können einen auf diesen Bereich spezialisierten Rechtsanwalt empfehlen, aber ich vermute, er wird Ihnen sagen, dass Sie schlechte Chancen haben.


Ich will mit meinem Kollegen ein bestehendes Unternehmen übernehmen. Auf Grund notwendiger Neuausrichtung wird es in der Startzeit, ca. 12 Wochen, kaum Umsätze geben. Danach sind ausreichend Umsätze zu 100% garantiert.
Dennoch erhielt ich nach dem Erstgespräch (Bank-Konzept übergeben!) neben der o.g. Anlage "Begründung der Förderung" noch das Arbeitspaket (Konzeptdarstellund und Ausbildung) zum Ausfüllen und auch 2 lokale Stellenangebote. Ich ahne wo die Reise hingehen soll.

Verfasst von Michael am 31.01.2012 21:36

Antwort:

Durch die Reform des Gründungszuschusses ist es vor allem bei Übernahmen zu einer Verschlechterung gekommen und die Situation wie vor Sommer 2006 wieder hergestellt, wonach Betriebsübernahmen nur in Ausnahmefällen gefördert wurden. Wenn es sich wirklich so risikofrei verhält, wie Sie darstellen, dann hätten Sie ziemlich schlechte Chancen auf den Gründungszuschuss. Ich wünsche Ihnen auch, dass die Einnahmen so sicher kommen werden. Allerdings täusch man sich da auch leicht mal und wäre dann sehr froh, den Gründungszuschuss beantragt zu haben.

Wir müssten uns das also konkret anschauen, um sagen zu können, wie die Chancen auf den Gründungszuschuss in Ihrem Fall wirklich wären. Sollte es Chancen geben, so wäre es natürlich wichtig, sich auf die Stellenangebote zu bewerben, um nicht in Hinblick auf das Kriterium "Vermittelbarkeit" abgelehnt zu werden.


Liebes Team,
mein Antrag auf GZ wurde mit äusserst dünnen Begründungen abgelehnt.
Ist nun ein Widerspruch der letzte Schritt oder kann im Falle, dass der Widerspruch wider erwarten abgelehnt wird auch noch Klage eingereicht werden?
Vielen Dank für Ihre Mühen!

Verfasst von Alex am 30.01.2012 14:16

Antwort:

Grundsätzlich ist eine "dünne" Begründung positiv für Sie, weil dann möglicherweise ein Ermessensnichtgebrauch vorliegt. Denn einen Ermessensentscheidung muss ordentlich begründet werden.

Sie müssen innerhalb von vier Wochen einen Widerspruch einlegen. Sie können in dem Widerspruch auch angeben, dass eine ausführliche Begründung folgt. Wir empfehlen dringend, den Widerspruch nicht selbst zu begründen, sondern die Hilfe eines Anwalts in Anspruch zu nehmen. Rechnen Sie dafür mit Kosten von typischerweise 250 bis 300 Euro.

Gerade bei Ermessensentscheidungen haben Sie mit der Hilfe eines Anwalts deutlich höhere Chancen. Bei Interesse empfehlen wir gerne einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, der mit dem Gründungszuschus besonders viel Erfahrung hat. Oder nutzen Sie unser Angeobt unter http://www.gruendungszuschuss.de/service-menue/beratung/fragen.html.

Wenn der Widerspruch nicht erfolgreich sein sollte, können Sie das Sozialgericht anrufen.

Hinweis an alle, die ihren Antrag auf GZ erst noch stellen: Nutzen Sie unsere Antragsberatung und den Kosten-Airbag. Im Rahmen des Kosten-Airbag übernehmen wir die Kosten für die Beratung durch einen Rechtsanwalt und die Formulierung des Widerspruchs.

Mehr Infos dazu: http://www.gruendungszuschuss.de/?id=15&showblog=3169


So... jetzt muss ich auch mal nachfragen, da ich mir hier etwas Mut angelesen habe.
Ich bin 29 Jahre alt und habe seit 2 Jahren eine Nebenselbsständigkeit als Einzelunterehmer auf Gewerbeschein.
Ich habe gesundheitlich zum 31.12.2011 auf anraten meines Arztes gekündigt (hätte jederzeit auch fristlos kündigen könnnen) und ich war im Oktober 2011 beim Arbeitsamt einen Antrag auf Gründungszuschuss stellen. Das Antragsdatum lag im Oktober und mir wurde gesagt, dass ich Anspruch auf Gründungszuschuss habe.
Zum 27.12.2011 oder 28.12.2011 wurde ich eingeladen (Tag der Gesetzesänderung) und man hat mir gesagt, dass ich keinen Anspruch mehr habe.
Begründung damals:
Ich könnte in meinem alten Job jederzeit wieder arbeiten und muss mich nicht selbsständig machen.
Ich solle aber dennoch meinen Antrag einreichen.
Das habe ich auch gemacht und dann wollten sie noch eine Selbstauskunft über das Geschäftsjahr 2011.
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Nun kam der Ablehnungsbescheid mit der Begründung ich hätte 2010 und 2011 genügend Rücklagen gebildet (woher wollen die das wissen?).
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Sehen Sie da noch irgendeine Chance, dass es klappen würde? Gerne übernehme ich auch eine Kostennote.
Bitte falls Interesse besteht den "Fall" zu übernehmen, bzw. mich zu beraten, mir mal eine E-Mail schreiben.

Verfasst von Florian am 28.01.2012 10:15

Antwort:

Das ist aber Pech, Ihre Gründung lag dann ja wenige Tage nach der Neuregelung, so dass kein Rechtsanspruch mehr bestand, sondern es handelt sich nun um eine Ermessensleistung. Allerdings muss auch nach neuem Recht das Ermessen pflichtgemäß ausgeübt werden, also insbesondere im Rahmen bestehender Geschäftsanweisungen.

Wenn Sie bei der Antragsstellung geschickt vorgegangen sind und die Sachverhalte so sind wie Sie sie schildern, haben Sie bei einem Widerspruch gute Chancen. Die Argumentation der Agentur widerspräche dann den in der Geschäftsanweisung genannten Kriterien (Vermittelbarkeit, Eigenleistungsfähigkeit). Eine verbindliche Aussage ist natürlich erst möglich, wenn wir die genauen Verhältnisse kennen.

Innerhalb von 30 Tagen nach der Ablehnung können Sie einen Widerspruch einlegen, ggf. auf eine spätere Begründung verweisen. Das sollten Sie auf jeden Fall tun. Dies würde ich auf jeden Fall von einem Rechtsanwalt machen lassen, weil das die Chancen deutlich erhöht. Wir können Ihnen einen Arbeitsrechtsexperten mit viel Erfahrung speziell in diesem Bereich und fairen Honoraren empfehlen. Nutzen Sie einfach das Formular http://www.gruendungszuschuss.de/index.php?id=14, um in Kontakt zu treten.

Unseren Kunden wir einen "Kosten-Airbag" an, wir übernehmen dann die Rechtsanwalts-Kosten für das Widerspruchsverfahren.


Hallo,
ich bin durch die neuen Regelungen leicht verunsichert. Ich beende dieses Jahr meine berufliche Ausbildung im IT Bereich. Nebenbei habe ich mich in verschiedenen Bereichen stark spezialisiert - besonders in Bereichen wo auf dem Arbeitsmarkt momentan absolute Personalnot herscht. Ich wäre also sehr gut vermittelbar. In diesen Bereichen machen sich die meisten Fachkräfte jedoch aus guten Gründen selbständig. Nun habe ich basierend auf meinen Kenntnissen ein Geschäftsmodell entwickelt und sogar auch schon einen Kaptialgeber gefunden + überzeugt, der mir grundlegende finanzielle Sicherheit bietet, das Personal und Marketingmittel bezahlt. Das Vorhaben hat ziemlich realistische Chancen sogar innerhalb von 3-4 Jahren (durch zugesicherte Unterstützung des Kapitalgebers) mehr als 10 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Nun ist es allerdings so, dass ich für die Zeit der Realisierung den Gründerzuschuss benötigen würde. Lohnt sich der Aufwand für ~500 ? Gründerzuschuss und wie stehen meine Chancen auf einer solchen Basis?

Verfasst von Tim P. am 27.01.2012 20:14

Antwort:

Hört sich ja auf den ersten Blick nach einem "todsicheren Geschäft" an. Wenn alles so sicher ist und Sie auch noch am Arbeitsmarkt wunderbar vermittelbar sind und Sie das alles so darlegen, würde die Arbeitsagentur aller Wahrscheinlichkeit nach den GZ ablehnen. Tatsächlich sind Existenzgründungen selten "todsicher".

Um in Fällen wie Ihrem die Chancen auf den Gründungszuschuss zu bestimmen, bieten wir jetzt die Antragsberatung an. Wir geben unsere Einschätzung Ihrer Chancen auf vier Skalen an, die den wichtigsten Entscheidungskriterien der Arbeitsagenturen entsprechen und beraten Sie dann, wie Sie Ihre Chancen deutlich verbessern können.

http://www.gruendungszuschuss.de/?id=15&showblog=3169


Obwohl ich mich noch so gut überall wochenlang informiert habe, mußte ich jetzt erfahren, daß ich einige Monate lang überhaupt keine staatliche Unterstützung erhalten werde. Da in der Zeit zwischen GZ-Antragstellung und GZ-Genehmigung kein Arbeitslosengeld mehr bezahlt wird und die Zahlung des GZ erst mit der Genehmigung, die meistens auf die Tragfähigkeit des Businessplanes beruht, beginnt. Sollte mein GZ genehmigt werden, erhalte ich rückwirkend ab Antragstellung bzw. Arbeitslosengeld-Einstellung die Leistung. Sollte mein GZ aber abgelehnt werden, dann erhalte ich erst wieder Leistung, wenn ich mich von neuem arbeitslos melde. Da ich mich Ende letzten Jahres (Nov.) wg. der drohenden Gesetzesänderung, überstürzt in die Selbständigkeit begeben habe, lebe ich seit dieser Zeit von meinem Ersparten. Eine tolle staatliche Unterstützung für den Start in die Selbständigkeit. Ist das rechtens oder bin ich von der Agentur für Arbeit falsch informiert?

Verfasst von Petra A. am 27.01.2012 14:01

Antwort:

Die Informationen sind korrekt und entsprechen dem, wie wir es auch hier auf der Seite beschreiben. Ab der hauptberuflichen Gründung sind Sie nicht mehr arbeitslos und bekommen somit auch kein Arbeitslosengeld I mehr. Den Gründungszuschuss erhalten Sie dann nach der Bewilligung rückwirkend ab Gründung. Da Sie sich nach altem Recht selbständig gemacht haben, sind Ihre Chancen auf den Gründungszuschuss besser und auch der Gründungszuschuss selbst ist höher. Unter normalen Umständen empfehlen wir eine Abgabe der Antragsunterlagen rechtzeitig vor der Gründung, so dass die Bewilligung schon vorer erfolgt. Wenn Sie von uns oder von einem anderen erfahrenen Existenzgründungsberater begleitet worden sind, so hat Sie dieser doch sicherlich auf die Liquiditätslücke aufmerksam gemacht, oder? In diesem Fall sind auch Ihre Chancen auf eine Bewilligung sehr hoch.


Ich war heute beim Arbeitsamt und bin ernüchtert.
Seit 2 Jahren betreibe ich neben einer Vollzeitstelle eine Naturheilpraxis. Seit 1.1. bin ich arbeitslos und möchte nun gründen. Die dame vom AA meinte ich habe keine Chance, man könne mich schon irgendwie vermitteln, wenn auch nicht als Heilpraktikerin in Anstellung, irgendwas findet sich schon.
Außerdem könnte ich doch prima ohne Gründungszuschuss selbstständig sein (momentan verdiene ich mit der Praxis 300 Euro netto!). Ich habe ja schon eine volleingerichtete Parxis, wofür brauche ich denn bitteschön den Zuschuss?
Sie sieht keine Chance und außerdem wäre ich ab dem Tag den ich für die Gründung angebe (z.B. ab 1.4.) selbstständig und bekomme erstmal kein Geld mehr und der Antrag wird mit 99% Wahrscheinlichkeit eh abgewiesen. Mit meinem alten Arbeitgeber liege ich noch im Rechtsstreit und nun wird es einen Vergleich geben und jegliche Abfindung wird den Gründungszuschuss zunichte machen, denn dann hätte ich ja Geld, sagt sie. Hä?
Kam mir sehr verschaukelt vor. in 2 Wochen habe ich einen neuen Termin. Oh Mann...

Verfasst von Ente1 am 26.01.2012 14:51

Antwort:

Die Arbeitsagenturen versuchen momentan mit allen Mitteln die Zahl der Antragsteller zu reduzieren. Was Sie zu hören bekamen, wird momentan allen Gründungswilligen erzählt.

Wir haben darauf mit unserer "Antragsberatung" reagiert, in der wir mit ihnen erarbeiten, wie groß Ihre Chancen auf den Gründungszuschuss tatsächlich sind und was Sie tun können, um sie zu erhöhen.

http://www.gruendungszuschuss.de/?id=15&showblog=3169

www.gruendungszuschuss.de/index.php


Ich habe eine Ablehnung bekommen, wegen angeblich guter Vermittlungsaussichten.
Als Beispiel habe ich drei Anzeigen aus Online-Stellenbören mitbekommen.
Wie viel Gehaltseinbuße zu meinem letzten Job MUSS ich akzeptieren? Ich habe im meinem letzten Job sehr gut verdient, und wahrscheinlich wird keine passende Stelle auch nur in die Nähe dieses Gehalts kommen.
Zudem sind die Jobs alle sehr weit entfernt oder mit permanenter Reisetätigkeit verbunden. Spielt das bei einem 3fachen Familienvater auch eine Rolle?
Ich möchte die angeblich guten Vermittlungsaussichten argumentativ aushebeln.
Wenn der Zuschuss nicht doch kurzfristig bewilligt wird, muss ich die Selbständigkeit wieder einstellen und mich arbeitslos melden, weil ich sonst die Miete nicht bezahlen kann.
Das Geld fließt in der Selbständigkeit leider viel langsamer.

Verfasst von VZC am 25.01.2012 13:23

Antwort:

Das sind ja eigentlich schlagende Argumente, die gegen eine Vermittelbarkeit und für eine Bewilligung sprechen. ich vermute, dass Ihre Argumente im abgegebenen Businessplan nicht deutlich genug formuliert wurden, dort bieten sich diverse Aufhänger. Wir unterstützen Sie gerne beim Widerspruchsverfahren, für das ich persönlich sehr gute Chancen sehe. Wir melden uns direkt per E-Mail bei Ihnen.

Bei dieser Gelegenheit ein Appell an andere Betroffene: Bitte suchen Sie frühzeitig das Gespräch mit uns und den von uns empfohlenen Beratern, am besten noch vor dem ersten Gespräch mit der Arbeitsagentur. Unsere Erfahrungen zeigen, dass Sie mit den richtigen Argumenten an der richtigen Stelle Ihre Chancen auf Gründungszuschuss ganz erheblich steigern können. Wir können Ihnen am besten helfen, wenn wir gemeinsam die Weichen von Anfang an in die richtige Richtung stellen!


Ich bin sehr enttäuscht von der Vorgehensweise hier in Leipzig. Zum 01.01.2012 bin in die Selbständigkeit. Meine Unterlagen hatte ich bereits alle abgeben, meines Erachtes positive Gespräche geführt, mich also von der Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit sowie von einer Existenzgründungsberaterin beraten lassen. Nachdem ja dann die Änderung kam, war mir klar das kein Rechtsanspruch etc. mehr besteht. Plötzlich trotz schlüssiger Unterlagen und Nachweisen + Qualifikationen ohne Ende, sollte ich jetzt nun noch die IHK als fachkundige Stelle hinzuziehen. Nachdem die nette Dame mir alles überaus positiv bestätigt hatte und diese mir sagte das da wohl nichts im Weg stehen sollte, bekam ich 1,5 Wochen später (heute) wieder ein Formular zum ausfüllen zur Sicherung des Unterhaltes. Witzig das alles in Scheibchen kommt und so noch länger dauert. Nun weis ich auch nicht genau wie ich dieses Formular ausfülle. Damals wurde mir gesagt (von dieser Mitarbeiterin, das Unternehmen muß soviel Umsatz und Gewinn abwerfen ,das ich davon leben kann und theorethisch auch ohne Zuschuß arbeiten kann. Jetzt soll ich bestätigen das ich auf den Zuschuß angewiesen bin!!! Nach dieser Methode gibt es niemals die Chance etwas zu bekommen. Was mich am meisten ärgert, das diese Mitarbeiterin des Arbeitsamtes dementsprechend nicht ehrlich ist und ich mich nun vorgeführt fühle. Das darf einfach nicht sein und schreit irgendwie schon wieder nach einem Anwalt. Ich habe aufgrund meiner bisherigen Stellung auch eine ganze Menge Vollzeitarbeitsplätze in meinem damaligen Unternehmen geschaffen, eine Menge Steuern und Sozialabgaben entrichtet. Und am Ende möchte man einmal aufgrund einer guten geschäftlichen Chance ein bißchen Unterstützung. Das wars! ich bin wirklich mal gespannt wie die Story ausgeht.

Verfasst von SMan am 20.01.2012 14:12

Antwort:

Ich verstehe Ihre Verärgerung, leider ist das die neue Realität in den Arbeitsagenturen. Zu Ihrem Trost: Viele der Arbeitsberater sind auch sehr frustriert, dass sie zu so einer Verhaltensweise bzw. Blockadehaltung gezwungen werden.

Wenn wir oder die von uns empfohlenen Berater / fachkundigen Stellen eine Gründung betreuen gehört das gemeinsame Ausfüllen bzw. Überprüfen und Anpassen auch des neuen, zusätzlichen Formulars selbstverständlich zum Leistungsumfang. Wir machen Sie generell auf Fallstricke oder Ansatzpunkte für eine negative Entscheidung aufmerksam. Wenn ein Berater nur die fachkundige Stellungnahme abstempelt, sollten Sie lieber einen anderen Dienstleister aussuchen, schließlich geht es um viel Geld für Sie.


Hallo zusammen,
ich werdem ich auch zum 1. Februar selbstständig machen... Meine Agenturberaterin hatte mir bereits Mitte Dezember gesagt das sie nicht weiss was sie mit meinem Antrag den ich am Montag abgebe machen soll.
Nichts desto trotz steht der Entschluss für mich fest. Ich will und werde mich im Februar die Selbstständigkeit wagen. Versucht wurde mir ein Stellenangebot in der Zeitarbeit zugesendet, welches ich bis heute noch nicht bearbeitet habe.
Ich habe im Gegenzug gleich per Email an die Agentur darauf hingewiesen, dass mir die Vorlage für den Sachverständigennachweis noch fehle und ich diese haben möchte, da die Beendigung auf schnellstem Wege nämlich 15 Tage nach Beginn der Arbeitslosigkeit vorziehen möchte.
Ich habe natürlich keine Ahnung ob hier eine Umsetzung bzw. Bewilligung zustande kommt doch das werde ich wohl definitv erst Mitte Februar erfahren.
Es bleibt spannend und ich berichte natürlich auch gerne sobald es Neuigkeiten gibt.

Verfasst von alles schon fix am 19.01.2012 19:15

Antwort:

Meinen Sie mit "Sachverständigennachweis" die fachkundige Stellungnahme? Viel Erfolg für Ihr Vorhaben!


Ich habe Ende November auf Anraten meines Arztes meinen letzten Job gekündigt (außergewöhnliche Belastung), um mich selbständig zu machen. Meine Beraterin in der Agentur für Arbeit weiß das, dort hatte ich im Dezember bereits einen Termin. Ab 1.2. beginnt meine Arbeitslosigkeit und ich plane, gleich zu Anfang des Monats meinen Businessplan abzugeben. Nun sagte mir meine Beraterin gestern am Telefon, dass ich sicher sein könne, dass ich keinen Gründungszuschuss bekomme, da alle Mitarbeiter der Agentur die klare Anweisung hätten, diesen überhaupt nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn für meinen früher ausgeübten Beruf (Marketingleitung) keine Stellenangebote bei der Agentur vorliegen. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass kein Marketingleiter, der sich selbständig machen möchte, Chancen auf Gründungszuschuss hat es sei denn, in einer Stadt wie München wären gerade keine Stellen in diesem Bereich frei???

Verfasst von Cameron am 17.01.2012 09:47

Antwort:

Die Berater haben Anweisung, möglichst viele Gründungsinteressierte durch solche Aussagen abzuschrecken und mit Ihnen eine Eingliederungsvereinbarung zu schließen, in der die Selbständigkeit nicht vorkommt. Mit unseren Kunden entwickeln wir in der Einzelberatung sowie in den Basis-Workshops individuelle Argumentationslinien, um um an diesen Gatekeepern vorbei zu gelangen, ohne es zu einem offenen Konflikt kommen zu lassen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass dies sehr gut funktioniert und es mit den richtigen Argumenten gelingt, die Unterstützung der Berater zu gewinnen (soweit sie selbst auf die Entscheidung Einfluß haben). Bitte suchen Sie vor dem nächsten Termin bei der Arbeitsagentur das Gespräch mit einem unserer Berater.


Auch die großen Medien sind bzgl. der GZ-Änderungen verunsichert. In einem Artikel auf Spiegel Online von gestern steht:
Der Restanspruch auf Arbeitslosengeld verfällt, wenn man de Gründungszuschuss in Anspruch nimmt. Wenn also ein Gründer schon im ersten Monat seiner Arbeitslosigkeit den großen Schritt wagt und sich dann nach sechs Monaten entscheidet, doch nach einer Festanstellung zu suchen, kann er kein Arbeitslosengeld I mehr bekommen.
Ich hatte das bisher immer so verstanden, dass man auch wieder zurück ins ALG 1 könnte - der ALG 1-Anspruch nur eben um die GZ-Bezugsdauer reduziert... Scheinbar blickt auch der Spiegel nicht richtig durch. Oder ich ;)
Hier auch der Link: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,809044,00.html

Verfasst von Nikolaus Müller am 16.01.2012 15:38

Antwort:

Die Aussage stimmt nicht, habe die Autorin bereits dazu angeschrieben und um eine Richtigstellung gebeten. Auch andere Aussagen in dem Artikel sind falsch.


Im Landkreis Osterode am Harz, dem Bezirk mit der höchsten Arbeitslosenquote in Südniedersachsen, ist die Situation noch einfacher: Da bereits jetzt kein Geld vorhanden ist, wird es voraussichtlich in ganz 2012 keinen Gründungszuschuss geben. Die für 2012 vorgesehen Mittel werden benötigt, um den Überhang aus 2011 zu finanzieren. Wie schrieben mir doch Abgeordnete der CDU/CSU/FDP vor Einführung der neuen Gesetzeslage:
"Der Gründungszuschuss wird von allen Seiten durchaus positiv beurteilt. Deswegen wird er auch nicht abgeschafft, sondern einiger Änderungen unterzogen, die mehrere positive Wirkungen mit sich bringen werden. Dies ist natürlich auch im Interesse der Geförderten."

Verfasst von Wilfried Tönnis am 13.01.2012 08:44

Antwort:

Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit waren Ende 2011 bundesweit die Mittel für Gründungszuschuss noch längst nicht ausgeschöpft. Im Jahr 2012 steht erneut eine Milliarde Euro für den Gründungszuschuss bereit. Momentan versuchen die Arbeitsagenturen mit entsprechenden Aussagen Gründungsinteressierte von vorn herein von einer Antragstellung abzuhalten. Anträge, die nicht gestellt werden, müssen auch nicht bearbeitet werden...

Dabei ist gut möglich, dass man die Agenturen wie schon in Vorjahren von Seiten des Ministeriums über gewisse Zeiträume bewusst knapp hält, um die Berater entsprechend zu beeinflussen.


Mir hat der Berufsberater von der Arbeitsagentur beim aller ersten Gespräch (noch bevor er wusste womit ich mich selbstständig machen möchte) gesagt, dass ich zu 99,9% keinen Gründungszuschuss bekomme...

Verfasst von xyz am 12.01.2012 20:09

Antwort:

Dass die Berater sogar unaufgefordert so etwas erzählen, spricht für sich.

Wer einer solchen Aussage glaubt und trotz ernsthaften Interesses keinen Antrag stellt, bekommt sogar zu 100,0% keinen Gründungszuschuss. ;) Und sehr viele werden sich entmutigen lassen!

Dafür haben die, die sich nicht abschrecken lassen, sich gut vorbereiten und die Unterstützung eines erfahrenen Gründungsberaters in Anspruch nehmen, um so bessere Chancen auf die Förderung.

Die Aussage des Beraters wäre richtig, wenn statt der 1,8 Milliarden Euro im Vorjahr dieses Jahr nur 0,0018 Milliarden Euro im Topf wären. Tatsächlich hat die Bundesagentur für Arbeit aber 1,0 Milliarden Euro eingeplant.

Lassen Sie sich also von solchen Aussagen nicht entmutigen, es zielt nur darauf, Sie von einer Antragstellung abzuhalten.

Wenn Sie das Gespräch mit uns suchen, sagen wir Ihnen ganz offen und ehrlich, wie wir Ihre Chancen tatsächlich einschätzen (das werden wohl weder 0,1% noch 100,0% sein) und wie Sie sie gezielt verbessern können. Wenn wir ein Vorhaben für ernsthaft und aussichtsreich halten, setzen wir uns mit ganzer Kraft dafür ein, dass der Gründer den Zuschuss auch erhält.

www.gruendungszuschuss.de/beratung


Falls Ansprüche auf ALG II bestehen, sollte man deshalb parallel zur Gründung einen Antrag auf ALG II stellen, um eine Ablehnung des GZ abzufedern.

Verfasst von Detlef Hensel am 12.01.2012 16:10

Antwort:

Für den Fall, dass man in den ersten Monaten der Selbständigkeit mit einem sehr geringen Gewinn rechnet und über keine nennenswerten Rücklagen verfügt bzw. sonstiges Einkommen im Familienverbund ist das absolut richtig.

Durch gute Vorbereitung der Gründung (schon während der Arbeitslosigkeit) kann man allerdings erreichen, dass man gute Chancen hat, von Anfang an einen Gewinn zu erzielen, das sollte man auch nicht vergessen...


Aus meiner Erfahrung besteht noch eine ganz anderes Mechanik bei Neugründungen unter der neuen Gesetzeslage: Um Gründungszuschuss zu erhalten, muss man sich zunächst selbstständig machen, d. h. die Arbeitslosigkeit beenden und damit den Anspruch auf Arbeitslosengeld aufgeben. Erst einige Wochen nach der Gründung wird der Gründungszuschuss gewährt. Bisher konnte man sich darauf verlassen und die Finanzierung war im wahrsten Sinne lediglich ein Überbrückungsproblem. Mit der unsicheren Bewilligungslage hat sich die Situation für Neugründer aber entscheidend verschlechtert: Der Neugründer weiß zum Zeitpunkt der Gründung nicht, ob er überhaupt Gründungszuschuss erhalten wird. Er kann den Antrag erst abgeben, wenn er sich selbstständig macht und muss dann warten, hoffen, zittern... Mit dieser gewollten Unsicherheit werden viele potentielle Neugründer das Risiko (zurecht) scheuen, sich selbstständig zu machen, da der Gründungszuschuss keine fest kalkulierebare Finanzbasis mehr bietet.

Verfasst von Gründerxy am 12.01.2012 09:14

Antwort:

Hallo Herr K.,

ich sehe das auch so und ich sehe das als besonders perfiden Aspekt der Neuregelungen. Existenzgründer tun sich oft nicht leicht mit ihrer Entscheidung und brauchen Ermutigung und Unterstützung, statt dass man zusätzliche Unsicherheiten und Hürden aufbaut.

Deshalb sehen wir unsere Rolle als Berater künftig noch viel mehr als bisher schon darin, den Gründer langfristig zu begleiten. Wir sagen von Anfang an ganz offen, wie wir die Erfolgschancen der Gründung, die persönlichen Voraussetzungen und die Chancen auf die Förderung sehen. Wenn wir die Gründung für förderwürdig halten, werden wir alles tun, damit der Gründer die Förderung erhält. Wir geben ihm oder ihr das Selbstbewusstsein, um bei der Arbeitsagentur nicht als Bittsteller aufzutreten.

Ganz ohne Verhandlungsmacht ist der Gründer nun auch wieder nicht. Und je mehr andere Gründer sich von der aktuellen Drohkulisse der Arbeitsagenturen abschrecken lassen, um so besser sind die Chancen für diejenigen, die gut vorbereitet und mit der Unterstützung eines erfahrenen Existenzgründungsberaters ihren Antrag stellen.

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