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Gründungszuschuss

Wichtige rechtliche Änderungen, Tipps zu Steuer und Sozialversicherung, Ideen für mehr Erfolg vor und nach der Gründung - in unserem News-Blog berichten wir ganz aktuell. 

Ostdeutsches Wirtschaftsforschungsinstitut kritisiert Zusammenlegung von Ich-AG und Ueberbrueckungsgeld und befuerchtet weniger Gruendungen


(gruendungszuschuss.de) "Es ist vom Prinzip her richtig, zwei fast gleiche Förderinstrumente für Existenzgründung zusammenzulegen, doch in der Praxis zahlt sich das nicht aus", sagt Dr. Herbert Buscher vom Institut für Wirtschaftforschung Halle (IWH) laut dpa. Der Experte für aktive Arbeitsmarktpolitik ist Koordinator des Forschungsschwerpunkts "Prekäre Beschäftigungs- und Einkommenslagen" und beschäftigt sich somit insbesondere mit Gründern, die aufgrund ihres niedrigen Einkommens bisher die Ich-AG-Förderung gewählt haben.

Aus Sicht von Buscher ist die Dauer der Unterstützung für einen unternehmerischen Start viel zu kurz. Beim Gründungszuschuss "muss nach nur neun Monaten der Laden so laufen, dass der Existenzgründer die Kosten für den laufenden Geschäftsbetrieb und seinen eigenen Lebensunterhalt aus eigener Kraft decken kann. Das ist eine verdammt harte Sache. (…) Normal sind drei Jahre, damit man halbwegs überlebt." Er bezieht sich damit auf die bisher geltende Förderdauer von drei Jahren bei der Ich-AG.

Buscher fordert mehr Förderung für Gründer anstelle der Einsparungen im Zusammenhang mit der Einführung des Gründungszuschusses: "Selbständige sind diejenigen, die als kleine und mittelständische Unternehmen die dringend benötigten Arbeitsplätze in Deutschland schaffen." Außerdem hält der Wissenschaftler es für "sinnvoller, zum Beispiel statt für Umschulungen Gelder für vier- bis sechswöchige Crash-Kurse für Existenzgründer auszugeben."

Unsere Meinung: Die Forderungen des IWH kommen zu spät. Der Gründungszuschuss ist bereits eingeführt. Jetzt sollte es darum gehen, die Gründer über die Vor- und Nachteile der neuen Förderung zu informieren, statt zu verunsichern. Nicht jede Gründung braucht drei Jahre Anlaufzeit. Und die Ich-AG darf man auch nicht zu romantisch sehen, denn die Förderung reichte schon im ersten Jahr nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten. Bei einer längerfristigen und dafür niedrigeren Förderung wie die Ich-AG es war, sehen wir die Gefahr, dass es noch mehr prekäre Beschäftigungssituationen gibt und nicht weniger.

Verfasst von Andreas Lutz am 21.08.2006 16:06
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=52&showblog=2202

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