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Gründungszuschuss

Wichtige rechtliche Änderungen, Tipps zu Steuer und Sozialversicherung, Ideen für mehr Erfolg vor und nach der Gründung - in unserem News-Blog berichten wir ganz aktuell. 

Studie: Tops und Flops der arbeitsmarktpolitischen Instrumente – Wo man wirklich sparen könnte


(gruendungszuschuss.de) Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das der Bundesagentur für Arbeit angegliedert ist, hat die Wirksamkeit von arbeitsmarktpolitischen Instrumente untersucht – und in einer am Montag veröffentlichten Studie festgehalten, welche erfolgreich sind und welche man sich sparen kann.

Hier die Ergebnisse, wobei die Bewertungen von einer „spürbaren“ (++) über „leichte“ (+) bis hin zu „keiner“ (0) oder sogar einer „negativen Wirksamkeit“ (-) rangiert:

  • Top: Hohe „spürbare“ Wirksamkeit
    - Gründungsförderung ++
    - Eingliederungszuschuss ++
    - Betriebliche Trainingsmaßnahmen ++
  • Zwischendrin: Geringe Wirksamkeit
    - Vermittlungsgutschein +
    - Nicht-betriebliche Trainingsmaßnahmen +
    - Berufliche Weiterbildung +
    - Arbeitsgelegenheiten +
  • Flop: Keine oder sogar negative Wirksamkeit
    - Vermittlung durch private Dritte 0
    - Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen 0
    - Beschäftigungszuschuss  -

Die Förderung der Selbständigkeit (darunter fällt heute vor allem der Gründungszuschuss) ist neben betrieblichen Trainingsmaßnahmen für ALG-II-Empfänger das erfolgreichste Instrument auf dem Arbeitsmarkt. Ebenfalls ein wirksames Instrument sind Eingliederungszuschüsse: Hier zahlt die Arbeitsagentur Geld an den Arbeitgeber, um die Lohnkosten von weniger leistungsfähigen Arbeitnehmern zu senken und ihnen so eine Beschäftigungschance zu geben.

Wie die obige Aufstellung zeigt, gibt es eine ganze Reihe von Maßnahmen, deren Wirksamkeit deutlich geringer ist.

Laut IAB besteht Verbesserungspotenzial auch in Hinblick auf die Zielgenauigkeit der Teilnehmerauswahl. In jedem Fall ist es unverständlich,  warum Arbeitsministerin Ursula von der Leyen in ihrer Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente vor allem die erfolgreiche Gründungsförderung kappen will, wie wir in den vorausgegangenen Newslettern berichtet haben.

Die komplette IAB-Studie finden Sie unter folgender Adresse im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1111.pdf

Verfasst von gruendungszuschuss.de-Redaktion am 17.05.2011 19:34
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=52&showblog=2996

Kommentare

Speziell zum Thema Eingliederungszuschuss (Zuschuss für Arbeitgeber) ist gerade eine weitere Studie erschienen: Varianten bei den Eingliederungszuschüssen reduzieren

Die Vielfalt an unterschiedlichen Eingliederungszuschüssen hat sich nicht bewährt, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ). Die Arbeitsmarktforscher empfehlen daher, den derzeitigen Variantenreichtum von Eingliederungszuschüssen zu reduzieren.
Eingliederungszuschüsse sind befristete staatliche Zuschüsse zu Lohnkosten und Sozialversicherungsbeiträgen. Sie sollen Betriebe dazu anregen, Arbeitslose einzustellen, die ohne Förderung nur schwer in den Arbeitsmarkt finden, weil ihnen zum Beispiel noch bestimmte fachliche Fähigkeiten fehlen. Ob eine Förderung gewährt wird, entscheiden die Vermittlungsfachkräfte in den Arbeitsagenturen und Jobcentern. Zwischen 2006 und 2010 bekamen jährlich mehr als 250.000 Personen einen Zuschuss zu Lohnkosten und Sozialversicherungsbeiträgen.

Für jüngere und für ältere Arbeitslose wurden spezielle Fördervarianten von Eingliederungszuschüssen eingeführt. Die Arbeitsmarktforscher sprechen sich dafür aus, die derzeitigen Varianten in einem einheitlichen Rahmen zusammenzuführen, da die bestehenden Regelungen kompliziert seien. Als gesonderte Variante sollte nur der Eingliederungszuschuss für Schwerbehinderte erhalten bleiben.

Häufig fragen die Betriebe nach einem Zuschuss für Personen, deren Einstellung sie erwägen. ?In dieser Verhandlungskonstellation ist es für Vermittlungsfachkräfte schwer einzuschätzen, ob der Betrieb den Bewerber auch einstellen würde, wenn der Förderantrag abgelehnt würde ? dann läge bei gewährter Förderung Mitnahme vor?, schreiben die Forscher. Einen gewissen Schutz hiervor bieten aus Vermittlersicht die Erfahrung im Vermittlungsgeschäft, eine genaue Beobachtung des Verbleibs der geförderten Person im Betrieb und eine präzise Begründung der Fördernotwendigkeit.

Die Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1211.pdf.

Verfasst von Andreas Lutz am 24.05.2011 10:47

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