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DIW-Studie: „Die allermeisten Selbstständigen betreiben Altersvorsorge oder haben Vermögen“


Seit Monaten hören wir von allen Seiten, ein Großteil der Selbstständigen würde nicht ausreichend vorsorgen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sagte Ende Mai: „Wenn die Hälfte der Solo-Selbstständigen nicht für das Alter vorsorgt, birgt das ein neues Risiko von Altersarmut und damit nicht zuletzt eine Belastung für die Allgemeinheit“.

Mit dieser Argumentation begründet die Ministerin die von ihr geplante Rentenversicherungspflicht. Viele Medien haben diese Behauptung ungeprüft übernommen. Die Aussage hat sogar ihren Weg in das Rentenkonzept der CDU gefunden.

Nahles beruft sich auf eine, im Auftrag ihres Ministeriums erstellte DIW-Studie. Tatsächlich steht darin, dass nur etwa die Hälfte der Selbstständigen Lebensversicherungsverträge im Wert von über 50.000 Euro abgeschlossen hat oder zum Befragungszeitpunkt aktiv in die Deutsche Rentenversicherung einzahlt. (Das sind die einzigen Vorsorgeformen, die im Rahmen des Mikrozensus abgefragt werden.)


Selbstständige sorgen vor allem mit Immobilien vor

Tatsächlich sorgen Selbstständige auf viele andere, deutlich rentablere Formen vor, vor allem durch den Kauf von Immobilien, den Abschluss von Rentenversicherungen (die ja als "Rürup-Rente" steuerbegünstigt sind) oder die Anlage in Wertpapiere, Investmentfonds oder Sparverträge. All diese Anlageformen hatte das DIW nicht berücksichtigt, weshalb die Aussage von Andrea Nahles doch sehr irreführend ist.

Der Autor der DIW-Studie hat den falschen Eindruck jetzt korrigiert - durch die Veröffentlichung einer neuen Studie. Diese berücksichtigt über die EVS (Einkommens- und Verbraucherstichprobe) als zusätzlicher Quelle zwar nicht alle, aber sehr viel mehr Altersvorsorgeformen.


Autor korrigiert sich mit neuer Studie

Resultat: 91 Prozent der Selbstständigen sorgen für ihr Alter vor und/oder haben ein Haushaltsvermögen von über 250.000 Euro. Unter den neun Prozent, die das nicht tun, sind vermutlich viele Jüngere, die noch nicht genügend Zeit zum Vermögensaufbau hatten bzw. Selbstständige in der Gründungsphase.

Die Zahlen sind also weit weniger dramatisch, als in den Medien dargestellt und vermutlich ähnlich hoch wie bei Angestellten. Denn auch unter Angestellten sorgt längst nicht jeder ausreichend vor.

Mehr zu der alten und neuen Studie (Beitrag auf vgsd.de)

Verfasst von Andreas Lutz am 17.11.2016 14:44
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=15&showblog=3600

Kommentare

Unter dem angegeben Link findet sich die Pressemeldung des DIW. Dort wird sogar ein Lösungsvorschlag erwähnt: die Rentenversicherungspflicht für Selbständige konterkariert alle Förderungen von Neugründungen und sollte deshalb in den ersten Jahren einer Neugründung ausgesetzt werden. Und in den Jahren danach haben Selbständige schon immer vorgesorgt.

Also: nix als Schaumschlägerei und Bashing der Selbständigen!

Verfasst von Wolfram von Rotberg am 17.11.2016 17:52


Hier nochmal der Link:
https://www.diw.de/de/diw_01.c.546823.de/themen_nachrichten/die_meisten_selbstaendigen_betreiben_altersvorsorge_oder_haben_vermoegen_aber_etwa_700_000_sorgen_nicht_genuegend_fuer_das_alter_vor.html

Verfasst von Wolfram von Rotberg am 17.11.2016 17:53

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