Aktuelles zum Thema Pressearbeit

Blog: News & Tipps

Keine Zeit für Zeitung? – Podium mit Giovanni di Lorenzo (ZEIT) und Axel Hacke (SZ) in München


(gruendungszuschuss.de) Unser Münchener Kooperationspartner BAW lädt am Freitag, 30.11. zur Podiumsdiskussion über die Zukunft der Medien und damit auch der Werbung. Denn vielen gilt die Zeitung in den Zeiten von Weblogs und Web 2.0 als Auslaufmodell. Ihre Auflagen sind rückläufig. Wie reagieren die Verlage darauf?

Das Panel ist hochrangig besetzt: Giovanni di Lorenzo ist Chefredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT und Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels. Axel Hacke ist Journalist und Schriftsteller, arbeitet u.a. als Kolumnist für die Süddeutsche Zeitung. Seine Kolumne „Das beste aus meinem Leben“ wurde von der ARD verfilmt, seine Bücher und Hörbuch-CDs sind Bestseller. Die Fragen stellt Thomas Aigner, Gründer des Multimedia-Unternehmens AME und Studienleiter an der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW).

Die Veranstaltung findet statt am Freitag, den 30. November 2007 von 17.30 bis 19.00 Uhr (Einlass: 17.00 Uhr) in den Räumen der BAW, Orleansstr. 34, München. Der Eintritt ist kostenlos, wenn Sie sich vorab unter http://www.baw-online.de/konzept/expertenpodien.php anmelden. Bitte geben Sie gruendungszuschuss.de als Quelle an. Viel Spaß bei der Veranstaltung.

Verfasst von Andreas Lutz am 15.11.2007 15:06
http://www.gruendungszuschuss.de/?id=142&showblog=2360

Kommentare

Für alle, die nicht zu der Veranstaltung kommen konnten, sich aber für das Ergebnis interessieren hier die zugehörige Pressemitteilung der BAW:
(München). Rund 200 Besucher empfing die Bayerische Akademie für Werbung und Marketing (BAW) kürzlich zum Expertenpodium mit dem Thema ?Keine Zeit für Zeitung? Zum Wandel der Bedürfnisse von Mediennutzern?. Quintessenz der 90-minütigen Diskussionsrunde mit Moderator Thomas Aigner (AignerMedia GmbH) war: Das Internet kann die Zeitungen nicht verdrängen.
Trotz oder gerade wegen der stark zunehmenden Bedeutung der so genannten neuen Medien haben Printprojekte Zukunft. ?Wenn alles gut läuft?, verrät Giovanni di Lorenzo, ?werden wir uns bei der ZEIT im nächsten Jahr vergrößern ? wir wollen etwas Neues machen. Aber erst kommt die Marktforschung.? Die Nachfrage nach Printerzeugnissen ist vor allem durch die Resonanz der Leser messbar, was auch Autor und Kolumnist Axel Hacke spürt: ?Viele meiner Texte sind auf Grundlage von Leserzuschriften entstanden.?
Was also steckt hinter dem Gerücht, das Internet werde die Printmedien ablösen? ?Viele Fehler, die wir machen, schieben wir dem Internet in die Schuhe, obwohl sie hausgemacht sind. Auch begann die Konkurrenz für die Printmedien schon mit der Einführung des Privatfernsehens?, so di Lorenzo. ?Wir machen die Printmedien selbst schlecht, obwohl viele Zeitschriften und Zeitungen in den vergangenen Jahren das beste Ergebnis ihrer Geschichte verzeichneten.? Die zwischenzeitlich schon totgesagte ?ZEIT? zum Beispiel habe 22 Quartale in Folge an Auflage gewonnen. ?Natürlich ändert das Internet das Medienverhalten. Darauf haben wir uns einzustellen.? Für Axel Hacke ist es nicht entscheidend, jedem Trend zu folgen: ?Ich habe kein Interesse daran, z. B. einen Video-Blog zu gestalten. Das empfände ich als zu egozentrisch?.
Mit der Informationsbreite des Internets können Printmedien nicht mithalten. Um die Gunst der Leser zu gewinnen, müssen sie daher mit Qualität trumpfen ? Themen wie Fußball, Mode oder Sex kommen bei der ?ZEIT? nicht vor. ?Das funktioniert einfach nicht, die Leser haben nämlich ein sehr feines Gespür dafür, welche Medien das besser können? so Giovanni di Lorenzo. Eine Zeitung darf kein Warenhaus sein.
Beim Tag der offenen Tür der ?ZEIT?-Redaktion wurde Giovanni di Lorenzo eindrucksvoll vor Augen geführt, dass qualitätvolle Printmedien noch immer eine große Fangemeinde besitzen: Das Gebäude musste aufgrund des großen Ansturms zeitweise abgesperrt werden. ?Wir hatten nicht damit gerechnet, dass ein leeres Redaktionsbüro solch ein Interesse hervorrufen würde?, so di Lorenzo. Was Axel Hacke angeht, so hätte di Lorenzo ihn gerne im Team der ?ZEIT?-Redaktion und gibt zu, dass er neidvoll nach München blickt.

Verfasst von Andreas Lutz am 17.12.2007 11:48

Kommentare schreiben





Bitte bestätigen Sie Ihre
Eingabe mit dem
angezeigten Code:

Workshop

Effektive Pressearbeit

11.06.12 Berlin
23.05.12 Frankfurt
30.08.12 Hamburg
13.06.12 Köln
27.09.12 München
  Mehr...