Newsletter für Gründer & Selbständige

01/2013 (versendet am 09.01.2013)

News2Use, 1/2013: Was sich 2013 für Sie ändert, Gründungsgeschehen 2012, XING übernimmt kununu

"News & Ideen für Ihren Erfolg vor und nach der Gründung"

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Liebe Leserin, lieber Leser,

zuerst einmal wünsche ich Ihnen alles Gute für das noch frische 2013.

Ich habe für Sie zusammengestellt, was sich im neuen Jahr für kleine Unternehmen ändert - und das ist eine Menge. Ganz bestimmt ist das eine oder andere dabei, was Sie noch nicht wissen, obwohl es konkrete Auswirkungen auf Ihren Geldbeutel haben wird.

Kennen Sie kununu? XING war das Unternehmen mehrere Millionen Euro Wert, wir erklären, was das Arbeitgeberbewertungsportal leistet. Außerdem haben wir für Sie die Anzahl der geförderten Gründungen im Jahr 2012 ausgewertet. Der Rückgang ist drastisch - wie befürchtet -, trotzdem ziehen wir eine ermutigende Bilanz für 2013.

Viel Spaß beim Lesen des Newsletters und herzliche Grüße

Ihr Andreas Lutz

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INHALT

1. Was sich 2013 ändert: Steuerberater teurer, Aufbewahrungsfrist kürzer ...
2. 28.471 geförderte Gründungen im Jahr 2012
3. Arbeitgeberbewertungsplattform kununu wird Teil von XING
4. Haben Sie schon unseren praktischen Jahresplaner heruntergeladen?
5. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit

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1. Was sich 2013 ändert: Steuerberater teurer, Aufbewahrungsfrist kürzer ...

An Jahresausblicken dieser Art herrscht zurzeit in den Medien kein Mangel, wir konzentrieren uns allerdings auf die Änderungen, die für Gründer und Selbständige relevant sind:

* GEZ: Ab 1.1. müssen Sie Rundfunkbeitrag bezahlen, unabhängig davon, ob Sie Empfangsgeräte besitzen. Selbständige, die ihr Büro nicht zuhause haben, zahlen doppelt Beiträge. Bei mehreren Firmen in einer Bürogemeinschaft ist jede einzelne beitragspflichtig - Wohngemeinschaften zahlen dagegen nur noch einen Beitrag. Was Sie zahlen müssen und was Sie dagegen tun können, beschreiben wir in einem der nächsten Newsletter ausführlicher.

* Steuerberater werden teurer, von einer Erhöhung um rund 15 Prozent ist in den Medien die Rede. Grund dafür: Die Bundesregierung hat kurz vor Jahresende eine Änderung der Steuerberatergebührenverordnung beschlossen. Auch hierzu werden wir noch ausführlicher berichten - mit Tipps, wie Sie die Auswirkungen auf Ihre Steuerberaterrechnung prognostizieren und vorausschauend mit Ihrem Steuerberater verhandeln können.

* Porto: Standardbriefe kosten künftig 58 statt 55 Cent. Wer noch alte Briefmarken hat, sollte sich 3-Cent-Ergänzungsbriefmarken kaufen. Teurer wird auch der Maxibrief (500 bis 1.000 Gramm): Hier steigt das Porto von 2,20 auf 2,40 Euro. Bei Kompaktbrief (90 Cent) und Großbrief (1,45 Euro) ändert sich nichts.

* Aufbewahrungsfrist verkürzt: Firmen mussten bisher Rechnungen und andere Belege zehn volle Kalenderjahre aufbewahren. Von 2013 an gilt eine Aufbewahrungsfrist von acht und ab 2015 von sieben Jahren. Das schafft Platz im Aktenschrank bzw. Keller! Die Regelung ist Teil des "Jahressteuergesetzes 2013", das noch nicht endgültig beschlossen ist.

* Aus 400- werden 450-Euro-Jobs: Die Entgeltgrenze wird um 12,5 Prozent angehoben und die Minijobs damit für Arbeitgeber und -nehmer noch attraktiver. Die geringfügige Beschäftigung ist mit berechenbaren Sozialversicherungsabgaben verbunden und steuerlich begünstigt. Für viele kleine Unternehmen ist sie der erste Schritt auf dem Weg zum ersten "richtigen" Angestellten.

* Ebenfalls um 50 Euro angehoben wird die Entgeltgrenze für Midijobs. Die entsprechenden Regelungen greifen künftig bei einem Einkommen von 450,01 bis 850 (statt bisher 800) Euro.

* Rentenversicherung bei Minijobs: Bisher konnten Arbeitnehmer freiwillig den vom Arbeitgeber abgeführten Beitrag zur Rentenversicherung aufstocken, sodass dieser als Beitrag zählt und den Rentenanspruch erhöht oder ihn überhaupt erst begründet. Das ist z.B. für alle interessant, die neben der Selbständigkeit einen Minijob haben. Für neue Minijobber ist dies künftig der Standard, sie müssen aktiv eine Befreiung beantragen.

* Unisex-Tarife: Bereits seit 21.12.2012 gelten bei vielen Versicherungen Unisex-Tarife, sodass Männer und Frauen gleiche Beiträge zahlen. Die stärksten Auswirkungen hat dies auf die Basis-Rente (auch bekannt als "Rürup-Rente"), eine der wichtigsten Formen der Altersvorsorge für Selbständige. Frauen profitieren davon, Männer, die aufgrund ihrer kürzeren Lebenserwartung bisher weniger Beiträge bezahlt haben, zahlen dagegen mehr. Unsere Schwesterfirma Bonsai Kredit GmbH hat für Gründer und Selbständige Sonderkonditionen ausgehandelt, die den Nachteil der Unisex-Tarife für Männer größtenteils aufwiegen und Frauen einen zusätzlichen Kostenvorteil bringen.

* Altersvorsorge besser gefördert: Bisher konnte man 20.000 Euro pro Kopf und Jahr steuerbegünstigt investieren, z.B. in die Basisrente, ab 2013 werden es 24.000 Euro pro Jahr sein.

* Der Beitragssatz zur Rentenversicherung sinkt von 19,6 auf 18,9 Prozent (-0,7 Prozentpunkte): Davon profitieren Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind (oder freiwillig Beiträge zahlen), und natürlich alle, die als Arbeitgeber Rentenversicherungsbeiträge für ihre Arbeitnehmer (mit)bezahlen.

* Trotzdem zahlen "Gutverdienende" nicht weniger, denn weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde die Beitragsbemessungsgrenze um 200 Euro von 5.600 auf 5.800 Euro erhöht, so dass es bei einem Maximalbeitrag von 1.096,20 Euro bleibt (-1,40 Euro). Zuvor hatte sich die Regierung drei Jahre Zeit gelassen für eine Erhöhung diesen Umfangs. Ausnahme: In den neuen Bundesländern steigt die Beitragsbemessungsgrenze nur um 100 Euro auf 4.900 Euro, so dass sich hier beim Maximalbeitrag eine Entlastung um 14,70 Euro auf 926,10 Euro ergibt.

* Außerdem steigt zugleich der Beitrag zur Pflegeversicherung, wenn auch "nur" um 0,1 Prozentpunkte, Kinderlose zahlen künftig 2,3 Prozent, Versicherte mit Kindern 2,05 Prozent. Zugleich steigt die Beitragsbemessungsgrenze von 3.825 auf 3.937,50 Euro. Diese Beitragsbemessungsgrenze gilt auch für die gesetzliche Krankenversicherung, bei der die Beitragssätze unverändert bei 15,5 bzw. ermäßigt 14,9 Prozent bleiben.

* "Pflege-Bahr": Da die normale Pflegeversicherung trotz Beitragserhöhungen sowohl bei privat als auch gesetzlich Versicherten nicht ausreichen wird, ist eine private Pflege-Zusatzversicherung sinnvoll. Diese wird künftig steuerlich gefördert: Ab einem Mindestbeitrag von zehn Euro gibt es einen Zuschuss von fünf Euro. Die Zulage kann 2014 beantragt werden - rückwirkend für 2013.

* Elektronische Steuerkarte: Sie wurde bereits zweimal verschoben und kommt auch jetzt nicht zum Januar 2013. Als Arbeitgeber müssen Sie im Verlauf des Jahres die Lohnabrechnung auf das neue Verfahren umstellen.

* Die Übungsleiterpauschale steigt von 2.100 auf 2.400 Euro, die Ehrenamtspauschale von 220 auf 720 Euro: Von der Übungsleiterpauschale profitiert, wer nebenberuflich z.B. in Vereinen als Trainer, Ausbilder oder Betreuer tätig ist.

* Von der Umsatzsteuer befreite Rechnungen an Firmen im EU-Ausland: Hier muss neben der Umsatzsteuer-ID des Kunden ab 1.1.2013 zwingend der Hinweis "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers" stehen. Die bisher üblichen Angaben, z.B. "Reverse Charge", reichen nicht mehr aus.

* Gnadenfrist bei Elster-Signatur: Umsatzsteuervoranmeldungen, zusammenfassende und Lohnsteuermeldungen müssen schon seit Jahren online eingereicht werden, bisher unverschlüsselt, seit dem 1.1. nur noch verschlüsselt mit einer Elster-Signatur. Wie man diese bekommt, hatten wir im letzten Newsletter erklärt. Mit dem Versand der nötigen Unterlagen ist die Steuerverwaltung wohl selbst nicht nachgekommen. Sie hat kurz vor Jahresende die Notbremse gezogen und eine Übergangsregelung bekannt gegeben. Bis 31.8.2013 geht es noch ohne Signatur. Trotzdem sollten Sie die in ihrer Basisvariante kostenlose Signatur schon jetzt unter https://www.elsteronline.de/eportal/ beantragen.

* Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung: Wer Künstler und Publizisten als freie Mitarbeiter beschäftigt, muss dies der Künstlersozialkasse melden und einen Aufschlag auf die Honorare von 4,1 (statt bisher 3,9) Prozent an die Künstlersozialversicherung abführen.

* Ein bisschen weniger Steuern: Der Grundfreibetrag soll um 126 auf dann 8.130 Euro pro Jahr steigen. Auch der weitere Tarifverlauf soll geändert werden, um das Problem der "kalten Progression" zu mindern. Über Details wird noch zwischen Bund und Ländern verhandelt.

* Arbeitslosengeld II erhöht: Der Regelsatz erhöht sich von 374 auf 382 Euro (+8) monatlich, das ist ein Plus von 2,1 Prozent. Entsprechend erhöht sich der Hartz-IV-Satz für Partner auf 345 Euro (+8), für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren auf 289 Euro (+6), für Kinder von sieben bis 14 Jahren auf 255 Euro (+6) und für Kinder bis sechs Jahre auf 224 Euro (+5).

* Beitrag zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbständige: Nachdem sich Anfang 2010 die Beiträge verdoppelt hatten, bleibt es hier bei einer kleinen Erhöhung auf 80,85 Euro/Monat (alte) bzw. 68,25 Euro (neue Bundesländer). Grund ist der Anstieg der "monatlichen Bezugsgröße" auf 2.695 Euro (+ 70) bzw. 2.275 Euro (+35).


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2. 28.471 geförderte Gründungen im Jahr 2012

Im Dezember haben die Arbeitsagenturen 1.324 Gründungen mit Gründungszuschuss und 661 mit Einstiegsgeld gefördert. Damit steht die Gesamtzahl der geförderten Gründungen für das Jahr 2012 fest, auch wenn es durch Nachmeldungen noch zu kleineren Korrekturen kommen kann.

20.634-mal wurde der Gründungszuschuss 2012 vergeben, ein Rückgang um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch beim Einstiegsgeld war ein Rückgang zu beobachten, der mit 30 Prozent jedoch deutlich geringer ausfiel. Insgesamt wurden 2012 7.837 Gründer zusätzlich zum Arbeitslosengeld II mit Einstiegsgeld gefördert. Der starke Rückgang ist vor allem dadurch zu erklären, dass sehr viel weniger Gründer einen Antrag auf Gründungszuschuss gestellt haben. Die Berater bei den Arbeitsagenturen haben erfolgreich versucht, möglichst viele Gründungswillige davon abzuhalten - oft mit pauschalen und unrichtigen Behauptungen nach dem Motto: "Sie haben in Ihrer Branchen ohnehin keine Aussicht auf Förderung." Wer sich nicht abhalten lässt und einen gut vorbereiteten Antrag stellt, hat aber inzwischen wieder gute Chancen, den Gründungszuschuss unmittelbar zu erhalten. Das zeigt die Erfahrung mit den von uns im gesamten Bundesgebiet betreuten Kunden.

In der ersten Hälfte 2012 wurden viele Anträge pauschal und ohne genaue Prüfung abgelehnt. Auch diese Entscheidungen dürften keinen Bestand haben. Inzwischen haben Arbeitsgerichte erste Urteile gefällt - und diese sind ausgesprochen gründerfreundlich ausgefallen. Wer also gegen eine Ablehnung Widerspruch eingelegt und gegebenenfalls Klage vor dem Sozialgericht erhoben hat, hat gute Chancen, die Förderung in voller Höhe nachträglich zu erhalten. Die Arbeitsagenturen müssen in solchen Fällen die Kosten des Verfahrens tragen, Gerichtskosten fallen ohnehin nicht an.

Falls Sie eine Gründung planen: Nehmen Sie am besten bereits vor dem ersten Gespräch mit einem Arbeitsberater über die Selbständigkeit mit uns Kontakt auf. Mit unserer Antragsberatung können Sie die Weichen von Anfang an richtig stellen und sich die bestmöglichen Chancen auf den Zuschuss sichern. Auch wenn Ihr Antrag abgelehnt wurde, ist es nicht zu spät. Sie sollten unbedingt Widerspruch einlegen - am besten mit Unterstützung eines erfahrenen Rechtsanwalts, den wir gerne empfehlen. Im Rahmen unseres Kosten-Airbag übernehmen wir dafür sogar die Kosten. Weitere Infos:
bit.ly/Jx6Gvg


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3. Arbeitgeberbewertungsplattform kununu wird Teil von XING

kununu funktioniert für die Jobsuche ähnlich, wie Hotelbewertungsplattformen für die Reiseplanung: Mitarbeiter, Ex-Mitarbeiter, Auszubildende und Praktikanten bewerten hier ihr Unternehmen unter anderem in Bezug auf Betriebsklima, Aufstiegschancen und Gehalt. Dadurch bekommen Jobsuchende einen Einblick in Unternehmen aus erster Hand. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, sich durch kostenpflichtige Profile bekannt zu machen und sich interessierten Talenten optimal zu präsentieren.

Die Übernahme der österreichischen kununu GmbH durch die XING AG erfolgt rückwirkend zum 1.1.2013, der Kaufvertrag wurde zum Jahresanfang unterzeichnet. Beide Unternehmen sollen in ihrer jetzigen Form getrennt erhalten bleiben. Dafür investiert XING 3,6 Millionen Euro und zahlt abhängig von der Geschäftsentwicklung maximal weitere 5,8 Millionen Euro zusätzlich als Kaufpreis. XING will damit seine Position im eRecruiting-Geschäft ausbauen.

Wollen Sie mehr darüber erfahren, was XING zu bieten hat und wie Sie die Möglichkeiten nutzen können, um sich und Ihr Unternehmen voranzubringen? Dann nehmen Sie an einem unserer offiziellen XING-Seminare teil, die wir in 30 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz veranstalten. Oder Sie besuchen - wenn sie selbst im Personalbereich tätig sind - unser speziell auf Ihre Belange zugeschnittenes Recruiter-Seminar, in dem Sie lernen, wie Sie mit XING die "richtigen" Talente identifizieren und gewinnen.
Weitere Infos unter: www.xing-seminare.com


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4. Haben Sie schon unseren praktischen Jahresplaner heruntergeladen?

Wie im letzten Newsletter angekündigt: Es gibt ihn wieder - für 2013 und auch schon für 2014, unseren praktischen Jahresplaner. Wie Sie wissen, lässt er sich in Excel oder online als Google-Tabelle nutzen und zeigt das ganze Jahr auf einer Bildschirmseite.

Feiertage und Wochenenden sind farbig hervorgehoben, ein Ferienkalender für alle Bundesländer und eine Liste der nicht bundeseinheitlichen Feiertage sind integriert, sodass Sie den Kalender schnell an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Um den Jahresplaner zur Urlaubs- oder Einsatzplanung für eine Abteilung oder ein kleines Unternehmen einzusetzen, fügen Sie einfach in jedem Monat entsprechend der Mitarbeiterzahl Zeilen ein. Sie haben dann für jeden Mitarbeiter eine Zeile zur Verfügung, die sie mit seinem Namenskürzel kennzeichnen können.

Hier können Sie als E-Mail-Abonnent unseres Newsletters den Jahresplaner 2013 und 2014 kostenlos herunterladen:
www.gruendungszuschuss.de/jahresplaner


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5. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit

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