Newsletter für Gründer & Selbständige

14/2013 (versendet am 05.06.2013)

News2Use, 14/2013: Interview mit Tim Wessels, Relaunch der VGSD-Website, Gründerzahlen-Plus im Mai

"News & Ideen für Ihren Erfolg vor und nach der Gründung"

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Liebe Leserin, lieber Leser,

Tim Wessels hat am 16.5. für sein Engagement gegen den §§-Dschungel den Bonhoff-Preis erhalten, im Interview schildert er seine Eindrücke von der Preisverleihung. Wenn auch Sie sich für Ihre Interessen einsetzen wollen: Die neue Website des Gründer- und Selbständigenverbands (VGSD) bietet viele Möglichkeiten mitzumachen und mitzubestimmen, auch wenn Sie nur wenig Zeit haben.

Außerdem: Lesen Sie, was es mit der AWV-Meldepflicht auf sich hat, warum Schüchterne nicht die schlechteren Netzwerker sind und wie sich die GZ- und Einstiegsgeld-Gründerzahlen im Mai entwickelt haben - nämlich erfreulich positiv.

Viele Juni-Tage mit 20 Grad Celsius und mehr wünscht Ihnen

Andreas Lutz


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INHALT

1. Im Gespräch: Bonhoff-Preisträger Tim Wessels
2. Relaunch: Die neue VGSD-Website lädt zum Mitmachen und Mitbestimmen ein
3. „AWV-Meldepflicht beachten“: Bin ich davon betroffen?
4. Networking-Tipp: Selbstsicherheit versus Schüchternheit
5. Im Mai 50% mehr GZ-geförderte Gründungen als im Vorjahr / Kostenloses Webinar für Interessierte

6. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit


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1. Im Gespräch: Bonhoff-Preisträger Tim Wessels

Im vorletzten Newsletter hatten wir ganz aktuell darüber berichtet: Tim Wessels ist für sein Engagement gegen die Zwangsrente für Selbständige ausgezeichnet worden. Am 16. Mai 2013 erhielt er den „Werner-Bonhoff-Preis wider den §§-Dschungel“, mit 50.000 Euro einer der höchstdotierten deutschen Wirtschaftspreise. Wir sprachen mit ihm über seine Eindrücke am Abend der Preisverleihung.

Andreas Lutz: Herzlichen Glückwunsch, Du bist Träger des Bonhoff-Preises wider den §§-Dschungel. Wie war denn die Preisverleihung? Wir konnten ja aufgrund eines lange geplanten Events in München leider nicht mit dabei sein.

Tim Wessels: Die Veranstaltung war sehr schön, sehr aufwändig und festlich. Sie fand in der Landesvertretung Baden-Württenbergs in Berlin statt. Allein schon beeindruckend, mit welchen Gebäuden die Bundesländer in der Hauptstadt vertreten sind.

Frage: Wie viele Gäste waren denn da?
 
Tim Wessels: Es waren ungefähr 150 Gäste gekommen, davon 30 über mich. Kristin war da, eine unserer fleißigsten Mitkämpferinnen bei der Petition. Frank Weigelt war für den VGSD gekommen, das hat mich sehr gefreut. Und natürlich auch, dass mein Firmenpartner Lars dabei sein konnte, was sich erst kurzfristig so ergeben hat. Der Rest waren Gäste der Bonhoff-Stiftung, so waren zum Beispiel die Preisträger der Vorjahre anwesend, Renate Günther-Greene und Kai Boeddinghaus. Boeddinghaus ist bekannt durch sein Engagement gegen den Kammerzwang.
 
Frage: Staatssekretärin Niederfranke vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hielt die Laudatio auf Dich. Wie hat sie dich geehrt?
 
Tim Wessels: Ursprünglich wollte ja Ursula von der Leyen die Rede persönlich halten, hatte dann aber kurzfristig abgesagt, was einige Hektik bei mir verursacht hat, denn ich musste die Rede, in der ich mich auf ihre Laudatio beziehen wollte, noch schnell umschreiben. Inhaltlich gab es aber keine Überraschungen. Die Staatssekretärin betonte die wichtige Bedeutung unseres Feedbacks und unserer Kritik an dem Gesetzesvorhanden. Sie begrüßte, dass wir sehr sachorientiert argumentierten. Die Gespräche mit uns seien produktiv gewesen, das habe ihr Ministerin von der Leyen noch einmal ausdrücklich mit auf den Weg gegeben.

Frage: Hat sie sich auch dazu geäußert, wie es mit der geplanten Rentenversicherungspflicht für Selbständige weitergeht?

Tim Wessels: Sie hat klargestellt, dass die Rentenpflicht von der Zielsetzung her sinnvoll sei und in ihren Augen kommen müsse. Sie ist also verschoben, nicht verhindert. Sie argumentierte dabei mit dem Straßenverkehr, es gehe ja nun mal nicht ganz ohne Regeln. Nun kamen die Selbständigen bei der Rentenversicherung viele Jahrzehnte ohne solche Regeln aus und ihre Altersvorsorge ist mindestens so gut wie die von Arbeitnehmern. Und es geht mir ja nicht darum, die Straßenschilder abzumontieren. Ihre Argumente haben mich also nicht überzeugt. Aber es wurde deutlich: Die Pläne kommen nach der Wahl wieder auf den Tisch, die Rentenversicherungspflicht für Selbständige ist längst nicht ausgestanden.
(...)

Das vollständige Interview mit Tim Wessels – wie er auf die Staatssekretärin reagierte und ob er schon weiß, was er mit dem Preisgeld tun will – können Sie hier lesen:
www.vgsd.de/interview-mit-tim-wessels-zur-verleihung-des-bonhoff-preises/


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2. Relaunch: Die neue VGSD-Website lädt zum Mitmachen und Mitbestimmen ein

Der Online-Auftritt des Verbands der Gründer und Selbständigen (VGSD) hat ein neues Gesicht: Unter www.vgsd.de präsentiert sich die Interessensvertretung für Freelancer, Einzelkämpfer und und kleine Unternehmen in einem modernen, nutzerfreundlichen Design. Hier stehen aktuelle Nachrichten und Hintergrundinformationen zu Kernthemen von Selbständigen für Interessierte bereit.

Deutlich schneller als bisher findet man jetzt direkt in der rechten Spalte auf der Startseite die nächsten "Meetups", also Termine von Regionaltreffen und Webkonferenzen. Gleich heute Abend zum Beispiel findet ein Verbandstreffen in München statt, nächsten Mittwoch dann eines in Hamburg. Eingeladen sind alle Mitglieder und Interessenten. Weitere aktive Regionalgruppen gibt es bereits in Berlin und Frankfurt.

Überhaupt möchte es der Verband so einfach wie möglich machen, mitzugestalten, mitzubestimmen und natürlich auch Mitglied zu werden. Dazu müssen Sie nicht gleich Beiträge zahlen, zur Wahl steht auch eine kostenlose Community-Mitgliedschaft. Dabei kann jeder selbst bestimmen, wie viel er oder sie von sich preisgeben und auf welche Art er oder sie mitwirken möchte. Der neue Anmeldeprozess erleichtert diesen Vorgang sehr.

Unter dem Menüpunkt "Mitmachen" gibt es das neue Angebot "Sofort etwas tun", Sie können sich also sofort engagieren. Mitbestimmen lassen sich an dieser Stelle ebenso die Ziele und Anliegen, für die der Verband sich engagieren soll und - neu - auch mit welchen konkreten Aktivitäten und Projekten. Die Meinung der Mitglieder und Unterstützer zählt: Sie können darüber hinaus eigene Aktionsideen hinzufügen oder mit Ihren Stimmen vorhandenen Vorschlägen Gewicht geben.

Unter "Über uns" stellen sich die Personen, die den VGSD vertreten, vor. Hier finden Sie zudem gebündelt, was es über den Verband sowie seine Vorhaben und Ziele zu wissen gibt: zum Beispiel einen FAQ, die Satzung, Pressespiegel und Mitteilungen.

Am besten schauen Sie sich selbst um: www.vgsd.de.


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3. „AWV-Meldepflicht beachten“: Bin ich davon betroffen?

Wer Überweisungen ins Ausland tätigt oder aus dem Ausland erhält, findet auf dem Kontoauszug den rätselhaften Hinweis: „AWV-Meldepflicht beachten, Hotline Bundesbank: (0800) 1234-111“. Sicher fragen Sie sich auch: Was bedeutet das? Muss ich aktiv werden oder kann ich die Aufforderung einfach ignorieren?

Tatsächlich handelt es sich dabei um eine weitere Meldepflicht, die statistischen Zwecken dient, aber nur bei relativ großen Beträgen greift. Auslandszahlungen müssen unabhängig von der Höhe ja bereits im Rahmen der Umsatzsteuervoranmeldung und zusammenfassenden Meldungen (deren quartalsweise Abgabe dann nötig wird) erklärt werden.

Meldepflichtig an die Bundesbank sind nur Beträge ab 12.500 Euro. Wenn es sich um mehrere Zahlungen einer Person unterhalb von jeweils 12.500 Euro handelt, sind diese ebenfalls von der Meldepflicht ausgenommen.

Die Meldepflicht entfällt bei Zahlungen für  Warenein- oder -ausfuhren. Zahlungen für Dienstleistungen sind ab 12.500 Euro dagegen sehr wohl meldepflichtig. Wenn Sie ein Konto im Ausland besitzen, sind auch Kundenüberweisungen auf dieses Konto oder von diesem Konto oberhalb von 12.500 Euro meldepflichtig. Weitere Fragen beantwortet die Hotline der Bundesbank unter der oben angegebenen Nummer.

Wie Sie Ihre Buchhaltungspflichten schnell, einfach und trotzdem korrekt erledigen, erfahren Sie in unserem Crashkurs "Rechnung, Buchhaltung und Steuer". Im Seminarpreis von 149 Euro ist eine Lizenz von "WISO Mein Büro" im Wert von 99 Euro enthalten. Mit dieser Kombination bekommen Sie den Bürokram schnell in den Griff und sparen viel Zeit!

Weitere Informationen unter:
www.gruendungszuschuss.de/index.php


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4. Networking-Tipp: Selbstsicherheit versus Schüchternheit

Ihnen fällt es schwer, auf Menschen zuzugehen, und Sie glauben, weil Sie schüchtern sind, haben Sie es schwerer. Stimmt das wirklich? Wir gehen der Sache auf den Grund.

Nicht nur Ihre Einstellung zu Ihrem Gegenüber bestimmt mittelbar, wie Sie sich in einem Gespräch verhalten und es wahrnehmen. Auch Ihre Einstellung zu sich selbst ist entscheidend. Sind Sie zu 100 Prozent überzeugt von sich selbst, Ihrer Firma, von Ihrem Produkt? Wie zufrieden Sie selbst sind, strahlt nach außen. Wenn Sie selbst nicht an sich oder Ihre Leistungen glauben, wird sich diese Unsicherheit auf den Zuhörer übertragen. Wie viel vom Selbstbewusstsein abhängt, zeigt sich, wenn es darum geht, einen Experten einzuschätzen. Oft können Sie selbst gar nicht inhaltlich beurteilen, ob er gut oder schlecht ist, sondern seine Überzeugungskraft hängt davon ab, wie souverän er auftritt.

Fragen Sie sich selbst: Beschäftigen Sie oft negative Gedanken über sich selbst? Was geht Ihnen in Networking-Situationen durch den Kopf und lässt Sie vielleicht unsicher werden? Eine kleine Übung hilft, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken: Notieren Sie sich negative Gedanken, die immer wieder auftreten. Versuchen Sie, diese positiv umzudeuten. Beispiel: Sie sind vielleicht nicht so erfolgreich wie X, dafür geht es Ihnen aber viel besser als Y. Schreiben Sie: Mir geht es besser als Y.

Auf den ersten Blick würde wohl jeder meinen, dass es für extrovertierte, selbstsichere Personen leichter ist, auf fremde Menschen zuzugehen, als für introvertierte und schüchterne. Trotzdem sind die Extrovertierten nicht automatisch die besseren Netzwerker. Häufig trifft sogar das Gegenteil zu: Es fällt Ihnen oft schwer dranzubleiben. Sie wirken oberflächlicher als Introvertierte, reden viel und können nicht geduldig zuhören. Oft gehen sie anderen Menschen auf die Nerven oder verletzen ungewollt deren Gefühle. In all diesen Bereichen können introvertierte Personen deutlich überlegen sein.

Machen Sie sich dies bewusst und hören Sie auf, zu viel über sich und eine mögliche Ablehnung nachzudenken. Um entspannter zu werden, hilft diese Übung: Formulieren Sie Ihre Ängste aus und übertreiben Sie dabei bewusst. Wovor fürchten Sie sich? Was ist das Schlimmste, das passieren könnte? Übertreiben Sie so stark, dass Sie selbst darüber lachen müssen. Machen Sie sich klar, dass es Ihre eigenen Ängste sind, die Sie zurückhaltend sein lassen, und dass die meisten Menschen keineswegs ablehnend auf Sie reagieren.

Beim Networking geht es nicht ums Überleben. Wenn Sie mit jemandem keine Anknüpfungspunkte finden, können Sie das Gespräch höflich beenden und sich jemand anderem zuwenden. Machen Sie es sich auch nicht unnötig schwer, indem Sie auf Veranstaltungen mit vielen Menschen gehen, wo Sie niemanden kennen. Steigern Sie sich lieber allmählich und gönnen Sie sich Erfolgserlebnisse: Sprechen Sie über kleine, unwichtige Dinge – es muss nicht gleich der Beginn einer lebenslangen Freundschaft sein. Sagen Sie anderen, was Sie gut an ihnen finden. Und: Freuen Sie sich über positive Erlebnisse und Fortschritte, die Sie machen!

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5. Im Mai 50% mehr GZ-geförderte Gründungen als im Vorjahr / Kostenloses Webinar für Interessierte

Für den Mai 2013 hat die Bundesagentur für Arbeit 2.135 Gründungen mit Gründungszuschuss und 219 mit Einstiegsgeld gemeldet. Beim Gründungszuschuss lag die Zahl 52% über dem Vorjahresniveau. Zugleich wurden die Zahlen für den April nach oben korrigiert auf 2.316 (+44%).

Damit bestätigt sich der von uns vorhergesagte Trend, dass die Arbeitsagenturen zu einer etwas großzügigeren Vergabe beim Gründungszuschuss zurückkehren. Seit Monaten stellen wir fest, dass von uns betreute, gut durchdachte und auf die richtigen Argumente setzende Anträge bzw. Businesspläne wieder sehr gute Chancen haben, auf Anhieb und ohne Widerspruch bewilligt zu werden.

Allerdings handelt es sich um einen Anstieg von einem niedrigen Niveau aus. Noch immer liegen die Gründungszahlen um fast 80% unter denen des vorletzten Jahres und es bestehen erhebliche regionale Unterschiede im Verwaltungshandeln. Weiterhin lassen sich viele Gründer durch Aussagen von Agenturmitarbeitern abschrecken und beantragen den Gründungszuschuss gar nicht erst.

Manche Agenturmitarbeiter versuchen Gründungswillige davon abzuhalten, einen Antrag mitzunehmen, obwohl darauf ein Rechtsanspruch besteht. Auch beim Einreichen intervenieren nicht wenige Berater mit dem Hinweis, der Antrag würde "sowieso abgelehnt". Wer diesen Aussagen Glauben schenkt, verzichtet leichtfertig auf die Förderung in Höhe von bis zu 18.000 Euro sowie weitere Vergünstigungen im Wert von über 4.000 Euro.

In einem kostenlosen Webinar klären wir über die Fakten zum Gründungszuschuss auf und geben Tipps zur erfolgreichen Antragstellung. Je früher in der Gründungsphase Sie teilnehmen, umso besser.

Die nächsten beiden Webinare (kostenlos) findet am Mittwoch, 5. Juni 2013 und am Donnerstag, 4. Juli 2013, jeweils von 17 bis 18 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Unter bit.ly/13EDWyl können Sie sich anmelden.

Besuchen Sie auch unsere halbtägigen Gründungszuschuss-Workshops (39 Euro), die wir in Kleingruppen durchführen und in sieben Städten anbieten:
bit.ly/16znyAQ


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6. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit

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