Newsletter für Gründer & Selbständige

05/2014 (versendet am 14.07.2014)

News2Use, 05/2014 - Kein Aprilscherz: 2 Mio. Selbständige mehr in Dtl. - Studie über Gründercoaching: Fortsetzen!

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Liebe Leserin, lieber Leser,

je nach Quelle schwankt die Zahl der Selbständigen in Deutschland erheblich. Am zuverlässigsten ist wohl die Einkommensteuer-Statistik. Überraschende Entdeckung: Es gibt zwei Mio. Selbtändige mehr in Deutschland als bisher angenommen!

Interessant ist auch das Ergebnis einer umfangreichen Evaluation des Gründercoaching Deutschland: Insbesondere die Förderung der Beratung zuvor arbeitsloser Gründer war ausgesprochen wirksam, führte zu schnellerem Wachstum und höherem Einkommen. Aber: Ausgerechnet diese Fördervariante hat unsere alte Regierung zum Ende letzten Jahres abgeschafft – natürlich ohne die Ergebnisse der von ihr beauftragten Evaluation abzuwarten.

Außerdem: Unser bundesweites Beraternetzwerk zeigt Gesicht und ist künftig nur noch einen Anruf entfernt. Und: Im Juni +42% mit Gründungszuschuss geförderte Gründungen gegenüber dem Vorjahresmonat.

Viel Spaß beim Lesen (und beim Schlaf nachholen nach erfolgreichem Abschluss der Fußball-WM)!

Ihr Andreas Lutz

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INHALT

1. Zahl der Selbständigen unterschätzt - 2 Millionen mehr als bisher angenommen
2. Umfassende Evaluation: Gründercoaching für Arbeitslose sollte fortgesetzt werden
3. Ganz in Ihrer Nähe: Die gruendungszuschuss.de-Partner bundesweit
4. Im Juni 2.933 gefördete Gründungen / Kostenloses Webinar für Interessierte

5. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit

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1. Zahl der Selbständigen unterschätzt - 2 Millionen mehr als bisher angenommen

Es ist kein Aprilscherz: In Deutschland gibt es deutlich mehr Selbstständige als bisher angenommen. Dies hat das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn bei der Auswertung der amtlichen Einkommensteuer-Daten herausgefunden. Diese werden vom Statistischen Bundesamt in einem sogenannten "Taxpayer-Panel" zusammengeführt.

Demnach übten beispielsweise im Jahre 2007 rund 6,8 Millionen Personen eine selbstständige Tätigkeit (einschließlich Freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft) aus – gut 2 Millionen mehr als bisher auf der Basis des Mikrozensus geschätzt worden war.

Mit Hilfe des Taxpayer-Panels können nun auch differenziertere Aussagen zum Gründungsgeschehen sowie zur Erwerbsform und zum Einkommen von Selbständigen getroffen werden:

Von den 6,8 Mio. waren 5,0 Mio. Gewerbetreibende, 1,6 Mio. Freiberufler und 660.000 Land- und Forstwirte. Von den Gewerbetreibenden und Freiberuflern übten knapp 60% die Selbständigkeit im Haupterwerb aus, von den Land- und Forstwirten 40%.

Interessante Details: Allein eine Million Selbständige sind Rentner bzw. Pensionäre, die auf diese Weise einen Zuerwerb erzielen. 35.000 Selbständige haben ihren ständigen Wohnsitz im Ausland und betätigen sich dort unternehmerisch. Auch sie waren bisher in den offiziellen Statistiken nicht berücksichtigt worden.

Es ist nahe liegend, dass von den Finanzämtern erhobene Einkommensteuer-Daten zuverlässiger und detaillierter sind als beispielsweise die von Melde- oder Statistikbehörden. Warum wurde diese ergiebige Datenquelle erst jetzt von den Wissenschaftlern erschlossen? Das Taxpayer-Panel hat einen großen Nachteil: Die wirtschaftlichen Entwicklungen können nur mit großer zeitlicher Verzögerung aufgezeigt werden.

Der wesentliche Grund: Selbständig Tätige können (bzw. konnten in der Vergangenheit) ihre Steuererklärung bis zu drei Jahre nach der regulären Abgabefrist einreichen. Und erst wenn alle Steuererklärungen abgegeben und bearbeitet wurden, macht eine statististische Auswertung Sinn.

Zur ausführlichen Studie:
bit.ly/1r2tvk3


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2. Umfassende Evaluation: Gründercoaching für Arbeitslose sollte fortgesetzt werden

Eine Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern von DIW, IZA, infas und Uni Potsdam haben im Auftrag von Wirtschafts- und Arbeitsministerium das über die KfW vergebene Gründercoaching Deutschland (GCD) unter die Lupe genommen. Wir fassen die Ergebnisse (213 Seiten!) zusammen. Insbesondere die GCD-AL-Variante, mit der die Beratung von Gründern aus der Arbeitslosigkeit gefördert wurde, war erfolgreich und sollte nach Ansicht der Wissenschaftler fortgesetzt werden.

Allerdings hat die Politik ausgerechnet diese Fördervariante Ende letzten Jahres abgeschafft - wieder einmal ohne die Empfehlung der zuvor beauftragten Wissenschaftler abzuwarten. Wir hoffen, dass das eindeutige Votum der Experten eine Wiedereinführung beschleunigt. Immerhin heißt es im Koalitionsvertrag: "Wir wollen eine zielgerichtete Förderung des bewährten Gründercoachings, insbesondere für Gründungen aus Arbeitslosigkeit."

Hier die interessanteten Ergebnisse:

* "Beim GCD-AL zeigt sich ... ein durchweg positives Bild. Das Programm hat einen positiven Effekt im Hinblick auf den Erwerbsstatus sowie die Einkommens- und Mitarbeiterentwicklung. So haben vormals gecoachte Unternehmer/innen im Vergleich zu Nichtteilnehmer/innen zum ersten Interviewzeitpunkt, also durchschnittlich 26 Monate nach der Gründung, eine 6 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit (noch) selbständig zu sein. ... Darüber hinaus lässt sich ... feststellen, dass die Programmeffekte im Zeitverlauf nochmal positiver werden, d.h. die individuellen Erwerbseinkommen ... und die Unternehmergröße steigen für die vormals gecoachten Unternehmen stärker an als dies für die Nichtteilnehmergruppe der Fall ist."

* Konkret sind beim GCD-AL zwei Jahre nach der Gründung gut 82% der geförderten Teilnehmer noch am Markt. Bei Gründern, die keine Beratung in Anspruch genommen haben, waren es nur 76%. "Die geförderten und noch selbständigen Gründer/innen beschäftigten im Durchschnitt 1,7 Mitarbeiter, was gegenüber dem Gründungszeitpunkt einer Steigerung von 44% entspricht." Über 80% dieser Programmteilnehmer waren zwei Jahre nach der Gründung mit ihrer Lebens- und Arbeitssituation zufrieden.

* Gerade weil zuvor arbeitslose Gründer  seltener über eigene Erfahrungen aus vorherigen Selbständigkeitsphasen verfügen, weniger häufig aus Unternehmerhaushalten stammen und deshalb ein größeres Defizit im Hinblick auf die vorhandenen unternehmerischen Erfahrungen aufweisen, ist ein Gründercoaching für diese Gruppe relevanter und die Programmvariante GCD-AL zeigt deshalb größere Wirkung. Zum Erfolg dieses Programms dürfte auch beigetragen haben, dass die Beratung frühzeitig ansetzt und nicht wie beim Schwesterprogramm GCD erst nach im Schnitt zwei Jahren, wenn unter Umständen schon viele vermeidbare Fehler gemacht worden sind.

* Die Beratung begann beim GCD-AL nach durchschnittlich vier Monaten. Bei ungefähr der Hälfte aller Teilnehmer war der Coach bereits vor dem Coaching bekannt. Preis-/Leistungsvergleiche fanden nur selten statt. Beim Gründercoaching für Arbeitslose wurde im Vergleich zum "normalen" GCD sehr viel häufiger das maximale Beratungsvolumen ausgeschöpft. Nach Abschluss des Coaching haben rund ein Viertel der Teilnehmer eine weitere Beratung gebucht und zwar mit einem Umfang von durchschnittlich 1.200 Euro (GCD-AL) bzw. 6.200 Euro (GCD).

* Die Coachings selbst fanden zumeist in Form von Einzelgesprächen statt (durchschnittlich 12 Termine). Das Coaching begann bei der Mehrheit mit einer Bestandsaufnahme des Unternehmens, gefolgt von einer klaren Definition der Coachingziele.

* Themengebiete der Beratungsleistungen betreffen häufig betriebswirtschaftliches Know-How und unternehmerische Kompetenzen, Marketing und Vertrieb, Kundenakquise, Eigen- und Fremddarstellung, zum Teil auch schwerpunktmäßig die Finanzierung durch einen Bankkredit.

* Die Zufriedenheit der Gründer/innen mit den Leistungen ihrer Coaches fällt bei den befragten Fällen mehrheitlich hoch bis sehr hoch aus.

* Frauen waren im Programm überrepräsentiert. Generell waren diejenigen, die Beratung in Anspruch nahmen, besser gebildet als der durchschnittliche Gründer Das liegt sicherlich daran, dass mit zunehmender Bildung die Bereitschaft zunimmt, den Rat von Experten zu suchen und anzunehmen. Die Ergebnisse sind jedoch nicht durch Selektionseffekte verzerrt: Um dies zu vermeiden, haben die Wissenschaftler einen statistischen "Matching-Ansatz" verwendet, so dass nur Teilnehmer mit ähnlichen Nicht-Teilnehmern verglichen wurden.

* GCD bzw. GCD-AL wurden nacheinander im Herbst 2007 bzw. im Herbst 2008 gestartet. Im April 2011 erfolgte eine grundlegende Reform mit dem Ziel, den Antragsprozess zu entbürokratisieren, Programmmissbrauch zu reduzieren und die Effektivität zu erhöhen. Da die Befragung bereits vor dieser Reform startete, dürften die Ergebnisse der Studie heute noch besser ausfallen.

* Die Programmdurchführung  verlief laut Studie relativ problemlos: Formfehler wie z.B. Fristverfehlungen beim Einreichen von Unterlagen traten nicht besonders häufig auf. Auch die "Akteursbeziehungen" zwischen den Gründern, ihren Coaches, der Kfw und ihren Regionalpartnern verliefen weitgehend reibungslos, auch wenn die Abrechnungsmodalitäten teils als bürokratisch wahrgenommen wurden und manche Coaches sehr lang auf eine Auszahlung der Förderung warten mussten. Nach anfänglichen Kinderkrankheiten hat sich die Abwicklung des Programms zunehmend professionalisiert.

* Durch die Reform im April 2011 hat die KfW die Hürden für die Zulassung neuer Coaches für das Programm erhöht. "Um die Qualitätsanforderungen zu heben, läge eine Präzisierung und Schärfung der Zulassungskriterien nahe. ... sinnvoll, für weitergehende Überlegungen nach expliziteren Qualifikationsanforderungen und/oder verbindlichen Zertifizierungen der Coaches offen zu bleiben".

* Unstrittig ist bei allen Beteiligten, dass es Bedarf nach einem spezifischen Coachingprogramm in der Nachgründungs- bzw. Stablisierungsphase gibt. "Das Gründercoaching befriedigt diesen Bedarf, indem die Coachings einen wichtigen Beitrag dazu leisten, um die unternehmerische Kopmpetenz ... zu steigern. ... Basierend auf den Ergebnissen ... kann das Konsortium die Fortsetzung des GCD-AL befürworten."
    
Zur Studie:
bit.ly/1r2wp8u


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3. Ganz in Ihrer Nähe: Die gruendungszuschuss.de-Partner bundesweit

Bei gruendungszuschuss.de haben wir über Jahre hinweg ein bundesweites Partnernetzwerk aufgebaut, dessen Mitglieder zu den erfahrensten Gründungsberatern in Deutschland gehören. Sie helfen Ihnen beim Schreiben des Businessplans, dem Beantragen eines Bankkredits und natürlich auch dabei, den Gründungszuschuss zu erhalten. Und begleiten Sie dann zielgerichtet in den Jahren nach der Gründung beim Auf- und Ausbau Ihres Geschäfts.

Dieses starke und gut eingespielte Netzwerk wollen wir künftig besser kommunizieren. Deshalb finden Sie ab sofort nicht nur eine Liste aller Berater mit Fotos, Kontaktdaten und ausführlichen Infos zum Erfahrungshintergrund, sondern auch auf unserer Startseite (rechts oben) sowie auf weiteren Seiten eine PLZ-Suche. Damit können Sie innerhalb von Sekunden den für Sie zuständigen Berater herausfinden. Seine Kontaktdaten werden dann auch bei künftigen Besuchen unserer Website angezeigt, so dass er oder sie nur einen Anruf entfernt ist.

Nutzen Sie die Gelegenheit, den bzw. die Berater/in im Rahmen eines kostenlosen Infogesprächs kennenzulernen und die Chemie zu testen, wenn Sie Fragen bzw. einen Beratungsbedarf haben. Alle Berater/innen verfügen nicht nur über jahrelange Erfahrung, sondern kennen auch die regionalen Förderprogramme und können Ihnen sagen, wie Sie von diesen profitieren.  

Alle haben die Qualität ihrer Beratung vom Verband der Gründungsinitiativen (VDG) oder vergleichbaren Organisationen testieren lassen. Durch regelmäßige Telefonkonferenzen und Treffen mit uns verfügen sie über einen Informationsvorsprung gegenüber vielen anderen Kollegen.

Sie können sich auf unsere Empfehlung verlassen: Sollten Sie jemals Anlass zu einer Klage über einen unserer Partner haben, stehen Sie nicht alleine, sondern können sich jederzeit an uns wenden.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf unser Beraternetzwerk:
www.gruendungszuschuss.de/service-menue/beratung/beraternetzwerk.html


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4. Im Juni 2.933 gefördete Gründungen / Kostenloses Webinar für Interessierte

Für den Juni 2014 hat die Bundesagentur für Arbeit 2.740 Gründungen mit Gründungszuschuss gemeldet, 42 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Zugleich wurden die Zahlen für die drei Vormonate um 93 nach unten korrigiert. Im Durchschnitt wurden in den letzten 12 Monaten 2.704 Gründungen pro Monat gefördert.

Beim Einstiegsgeld wurden zwar nur 193 geförderte Gründungen gemeldet, die Zahlen der drei Vormonate wurden von der Arbeitsagentur aber zugleich um 193 nach oben korrigiert. Im Durchschnitt wurden in den letzten 12 Monaten 406 Gründungen pro Monat gefördert.

Die Arbeitsagenturen sind zu einer deutlich großzügigeren Vergabe bei Gründungszuschuss und Einstiegsgeld zurückgekehrt. Von uns betreute, gut durchdachte und auf die richtigen Argumente setzende Anträge bzw. Businesspläne werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Anhieb bewilligt. Aber Vorsicht: Die Arbeitsagenturen haben viele Fallstricke eingebaut, schon kleine "Fehler" führen zu einer Ablehnung.

Viele Gründer werden von den Arbeitsagenturen bereits im Vorfeld abgeschreckt: "Unter diesen Bedingungen haben Sie keinen Anspruch auf Gründungszuschuss" bekommen sie zu hören und verzichten dann auf die Antragstellung und damit auf bis zu 16.000 Euro sowie weitere Vergünstigungen.

Wer sich von solchen Auskünften nicht beirren lässt und bei der Antragstellung unsere maßgeschneiderten Tipps beachtet, bekommt den Zuschuss jedoch in den allermeisten Fällen, wie die Erfahrung zeigt.

Es ist diese (Des-)Informationspraxis, die dazu führt, dass die Zahl der geförderten Gründungen mit Gründungszuschuss nach wie vor rund 75% unter dem Niveau des Jahres 2011 liegt.

Kostenloses Webinar mit vielen Tipps - frühzeitig anmelden!

In einem kostenlosen Webinar klären wir über die Fakten zum Gründungszuschuss auf und geben Tipps zur erfolgreichen Antragstellung. Je früher in der Gründungsphase Sie teilnehmen, umso besser.

Die nächsten Webinare (kostenlos) finden am 22. August und am 1. Oktober statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Hier können Sie sich anmelden: is.gd/npwKUD

Wenn Sie nicht so lange warten möchten: Besuchen Sie auch unsere halbtägigen Gründungszuschuss-Workshops (39 Euro), die wir in Kleingruppen durchführen und bundesweit anbieten: is.gd/Nr0chV

Oder sprechen Sie direkt mit einem kompetenten gruendungszuschuss.de-Berater in Ihrer Nähe. Er bzw. sie freut sich auf Ihren Anruf: is.gd/2EeTBU


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5. Und zum Schluss: Alle WORKSHOP-TERMINE bundesweit

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